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Luftfahrt Flughäfen melden Jahresrekord für Oktober – Ryanair-Chef fürchtet Corona-Rückschlag

Der Chef des Billigfliegers fürchtet einen erneuten Dämpfer für das Reisegeschäft. Quelle: dpa

12,6 Millionen Passagiere nutzten deutsche Flughäfen im Oktober. Doch wegen neuer Corona-Einschränkungen könnte die Erholung des Flugverkehrs stocken. Deutschlands Nerven liegen blank – ausgerechnet vor Weihnachten.

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Die deutschen Flughäfen haben im Oktober einen Passagierrekord für das laufende Jahr erzielt. 12,6 Millionen Fluggäste bedeuteten den bislang höchsten Wert im Jahr 2021 und eine Verdreifachung gegenüber dem coronageprägten Vorjahresmonat, wie der Flughafenverband ADV am Dienstag in Berlin berichtete. Auf niedrigem Niveau legten insbesondere die Interkontinentalflüge stark zu.

Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 erreichten im Oktober die Deutschlandverbindungen und Interkontinentalflüge ein gutes Drittel des Normalniveaus. Im Europa-Verkehr kletterte die Passagierzahl vor allem wegen der Herbstferien bereits auf zwei Drittel der üblichen Nachfrage.

„Der innerdeutsche Luftverkehr macht im Oktober einen Wachstumssprung“, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Das hätten hohe Impfquoten und Reiseerleichterungen innerhalb Europas ermöglicht. Es fehlten aber weiterhin viele Flugziele in Übersee. Im November sind für geimpfte EU-Bürger wieder Flugreisen in die USA möglich geworden.

Dennoch könnten neue Corona-Restriktionen in Europanach Befürchtung von Ryanair-Chef Michael O'Leary die Erholung des Luftverkehrs von der Pandemie-Krise untergraben. Bis zum vergangenen Wochenende habe alles gut ausgesehen. Doch das sei mit den Lockdowns in Österreich und den Niederlanden in dieser Woche gestört worden, sagte O'Leary am Dienstag bei einer Online-Veranstaltung der europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol.

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    „Die Deutschen werden nervös. Europa wird sehr nervös“, sagte er. Und das vor der Reisewelle zu Weihnachten und in der Zeit, in der viele ihre Urlaubspläne fürs kommende Jahr schmiedeten.

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    „Ich glaube, die Regierungen sind in Panik und unter Druck von den Medien“, ergänzte der Chef von Europas größtem Billigflieger. Dabei sollten sie kühlen Kopf bewahren, weil Covid-Impfungen sicheres Reisen ermöglichten, sagte er.

    Mehr zum Thema: Nach der Insolvenz des ehemaligen Billigflugzentrums in Frankfurt-Hahn ist nun auch die Muttergesellschaft HNA Airport Group GmbH zahlungsunfähig. Der Flugbetrieb in Hahn geht unterdessen weiter.

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