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Luftfahrt Lufthansa Technik rutscht tief ins Minus – Wartungsgeschäft als Hoffnungsschimmer

Die Coronakrise hat auch die Lufthansa-Tochter hart erwischt. Im Wartungsgeschäft verlor die Technik-Sparte weniger Kunden verloren als befürchtet.

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Im abgelaufenen Jahr betreute die in Hamburg ansässige Wartungstochter der Lufthansa mehr als 4500 Flugzeuge. Quelle: Bloomberg

Die in der Coronakrise schwer gebeutelte Lufthansa hat im Wartungsgeschäft weniger Kunden verloren als befürchtet. Obwohl viele Airlines ihre Flugzeugflotten wegen der Pandemie-Bekämpfung weitgehend am Boden lassen mussten, zählte die Tochtergesellschaft Lufthansa Technik zum Jahresende noch 830 Kunden, nur etwa 20 weniger als 2019.

Im abgelaufenen Jahr betreute die in Hamburg ansässige Wartungstochter mehr als 4500 Flugzeuge. 16 neue Kunden seien gewonnen und über 500 neue Verträge mit einem Volumen von 2,3 Milliarden Euro für 2021 und die Folgejahre geschlossen worden, teilte Lufthansa Technik am Montag mit.

Im Rekordjahr 2019 hatte das Unternehmen rund 5000 Flugzeuge unter Vertrag. Damals wurden 25 neue Kunden gewonnen und 625 Verträge mit einem Neugeschäft von 4,1 Milliarden Euro geschlossen. Die Differenz im Volumen ist so groß, weil die Airlines in der Krise sparen und deshalb kleinere Verträge schlossen. Das liegt an der großen Unsicherheit. Niemand weiß, wann und wie stark sich die Luftfahrt erholen wird.

Ein neues Standbein erarbeitete sich die Lufthansa-Tochter im Krisenjahr mit der Umrüstung von Passagierjets in Behelfsfrachter und Park- und Lagerdienstleistungen für stillgelegte Flugzeuge, Triebwerke und Komponenten.

Trotz der weitgehend stabilen Kundenzahl wurde die Techniktochter von den Folgen der Pandemie hart getroffen und schrieb tiefrote Zahlen: Für 2020 weist das Unternehmen einen operativen Verlust von 383 Millionen Euro aus. Im Vorjahr hatte noch ein Betriebsgewinn von 463 Millionen Euro in den Büchern gestanden. Der Umsatz brach um 43 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro ein.

Über 3000 Mitarbeiter verloren ihre Jobs, darunter auch rund 1900 Leiharbeiter. Zahlreiche Investitionen mussten gestoppt oder verschoben werden. Im zweiten Halbjahr legte das Unternehmen ein Sparprogramm auf. Unter anderem soll die Struktur schlanker und effizienter werden. Ein Sparvolumen nannte Lufthansa Technik nicht.

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