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Luftfahrt Milliardenschwere Kapitalerhöhung für Air France ist vollzogen

Frankreich unterstützt die angeschlagene Airline wie bereits angekündigt mit mehreren Milliarden Euro. Die Niederlande ziehen jedoch nicht mit.

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Die angeschlagene Airline wird mit einer Kapitalerhöhung von Frankreich unterstützt. Quelle: Reuters

Der französische Staat greift der Fluggesellschaft Air France-KLM in der Coronakrise ein weiteres Mal mit einer Milliardensumme unter die Arme. Im Zuge einer bereits angekündigten Kapitalerhöhung stockt die Regierung ihren Anteil von 14,3 auf bis zu knapp 30 Prozent auf.

Aus der Kapitalerhöhung, an der sich auch andere Investoren beteiligen, erwartet Air France-KLM etwa 901 Millionen Euro, wie das französisch-niederländische Unternehmen am Dienstag in Paris mitteilte. Die Summe könnte noch auf gut eine Milliarde Euro steigen. Weitere drei Milliarden Euro will Frankreichs Regierung dem Konzern durch die Zeichnung nachrangiger Anleihen zuschießen.

Air France-KLM hatte sich von der Kapitalerhöhung zuvor eine noch höhere Summe erhofft. Doch der Konzern wurde die neuen Aktien nur zum Stückpreis von 4,84 Euro los, dem unteren Ende der angepeilten Preisspanne. An der Börse sackte der Kurs der Air-France-KLM-Aktie am Vormittag um rund drei Prozent auf etwa 5,16 Euro ab.

Die EU-Kommission hatte Anfang April weitere Finanzhilfen der französischen Regierung für Air France-KLM in Höhe von bis zu vier Milliarden Euro genehmigt. Diese umfassen auch die nachrangigen Anleihen in Milliardenhöhe.

Sie haben eine ewige Laufzeit, und der Konzern kann sich das Geld als Eigenkapital anrechnen. Frankreich und die Niederlande hatten Air-France-KLM bereits im Vorjahr mit mehr als zehn Milliarden Euro gestützt.

Neben dem französischen Staat schießen nun auch die Großaktionärin China Eastern Airlines dem Konzern frisches Geld zu. Die Niederlande, die bisher mit 14 Prozent an Air France-KLM beteiligt sind, ziehen bei der jetzigen Kapitalerhöhung hingegen nicht mit.

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