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Markenküchen Die Scheinrabatte der Küchenhändler

Wer eine Einbauküche kaufen will, gelangt schnell in die Preiskategorie eines Kleinwagens. In ihrer Werbung versprechen viele Händler massive Preisnachlässe von 50 Prozent und mehr. Warum sich die Riesenrabatte mancher Küchenanbieter als Sparzwerge erweisen.

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Quelle: Marcel Stahn

Bevor ich das riesige Möbelhaus betrete, grinst mich erst einmal Sternekoch Stefan Marquard an. Der aus TV-Sendungen wie „Die Küchenprofis“ oder „Kochduell“ bekannte Fernsehkoch, ausgestattet mit Che-Guevara-Kopftuch, Ziegenbart und Ohrring, reckt mir vom Plakat seinen hochgestreckten Daumen entgegen. „Das ist ganz große Küche“ steht neben ihm auf der großflächigen Werbung am Möbelhaus Schaffrath. Nach eigener Werbeaussage ist Schaffrath „die Nr. 1 im Rheinland“, im Prospekt heißt es 15.000 verkaufte Küchen pro Jahr seien der Beweis für beste Leistungen.

Scheinbar bin ich hier richtig. Ich bin auf der Suche nach einer Einbauküche. Die vom Vorbesitzer übernommene Küche ist bereits alt, hat viele Macken und die Aufteilung entspricht nicht unseren Vorstellungen. Es soll also der große Wurf werden: Eine komplette Einbauküche mit Elektrogeräten, inklusive Lieferung und Montage vom Fachmann. Da ich weiß, dass eine zeitgemäß ausgestattete neue Küche ohne weiteres einen fünfstelligen Euro-Betrag kosten kann, mache ich mich auf die Suche nach Schnäppchenpreisen.

Wochenlang habe ich Prospekte gesichtet und gesammelt. Jede Woche landen mehrere Angebotsblättchen im Briefkasten. Die Angebote klingen alle sehr verlockend: 50 Prozent Rabatt plus 3.000 Euro geschenkt, bis zu 70 Prozent Rabatt auf frei geplante Küchen, die abgebildeten Küchen gibt es teilweise für weniger als 3000 Euro, die teuersten Exemplare mit platzraubender Kochinsel und Edel-Dunstesse schlagen mit maximal 10.000 Euro zu Buche. Ich bin skeptisch. Kein Händler kann immer wieder so hohe Rabatte gewähren ohne Pleite zu gehen. Der Baumarktkette Praktiker brachen schon die „20-Prozent auf alles“ das Genick.

Mein Verdacht: Die versprochenen Rabatte und Sonderpreise sind zum größten Teil reine Augenwischerei. Kein Händler verzichtet so einfach auf den halben Preis, wenn er noch etwas verdienen will. Zumal die Einbauküche erst nach Auftragserteilung durch den Kunden gefertigt wird und deshalb regelmäßig acht bis zwölf Wochen bis zu ihrer Lieferung verstreichen. Es werden also keine Lagerbestände verramscht, sondern fabrikneue Ware. Ich nehme mir also vor, die Preise gründlich zu vergleichen. Ich beschließe, mich auf die Suche nach Angeboten für eine Küche vom Marktführer Nobilia zu machen. Dazu muss ich aber direkt in die Märkte, denn längst nicht immer geht aus den Prospekten die Marke der Angebotsküchen hervor.

Die größten Küchenmöbel-Hersteller

Bevor ich losziehe, recherchiere ich zum Küchenmarkt. Deutschland ist das Land der Küchenhersteller. Allein im ersten Halbjahr machte die Branche einen Umsatz von knapp 2,1 Milliarden Euro. In dieser Zahl vom Verband der deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) sind sogar nur die Herstellerbetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten erfasst. „Mehr als ein Drittel der hierzulande herstellten Küchen geht in das Ausland. In Europa sind die deutschen Hersteller mit Abstand führend“, erklärt Lucas Heumann, Hauptgeschäftsführer vom VdDK. Etwa 150 Hersteller soll es geben. Die fünf größten Hersteller Nobilia, Alno, Häcker, Nolte und Schüller vereinen nach Schätzungen mehr als ein Viertel der Umsätze auf sich. Aber letzten Ende sind es vielleicht ein knappes Duzend Marken, die bei den großen Händlern immer wieder anzutreffen sind.

„Der Küchenhandel ist stark segmentiert. Neben den Großflächenanbietern und Möbelhäusern mit Vollsortiment gibt es einen noch immer sehr starken Fachhandel, der mehr als etwa 35 Prozent des Marktes ausmacht“, so Heumann. Die deutlich kleineren Küchenstudios würden sich nicht in gleichem Umfang an den Rabattaktionen beteiligen, sondern vor allem durch ihre intensive Beratung überzeugen. „Die Rabattschlachten sind vor allem ein Phänomen bei den Großflächen-Anbietern, was auch den harten Wettbewerb bei den Jumbos widerspiegelt. Der Fachhandel ist bei den Preisen hingegen viel transparenter.“

1000 Euro geschenkt

Die größten deutschen Küchenhersteller
Platz 11: Bulthaup GmbHNobelhersteller Bulthaup aus Bodenkirchen, nordöstlich von München folgt mit 110 Millionen Euro Umsatz. Quelle: Creditreform 2011 in statista Branchenreport Herstellung von Möbeln Quelle: PR-Bulthaup
Platz 10: Impuls KüchenDer sauerländische Küchenhersteller Impuls aus Brilon kam auf rund 114 Millionen Euro Umsatz. Die Marke gehört inzwischen zur Alno AG. Quelle: Presse
Platz 9: Burger KüchenmöbelDer Küchenhersteller aus Burg bei Magdeburg setzt rund 120 Millionen Euro um. Quelle: Screenshot
Platz 8: Pino KüchenPino Küchen kommen ausnahmsweise nicht aus Ostwestfalen, sondern aus Coswig bei Dresden. Die Küchenhersteller machen 126 Millionen Euro Umsatz. Pino Küchen gehören zur Alno AG. Quelle: Presse
Platz 7:  PoggenpohlDer Nobelküchenhersteller folgt mit einem Umsatz von 128 Millionen Euro dicht und hat seinen Sitz ebenfalls im ostwestfälischen Herford. Quelle: Poggenpohl
Platz 6: Gustav WellmannDie Gustav Wellmann GmbH aus Enger bei Herford erzielt 143 Millionen Euro Umsatz. Der Küchenhersteller gehört zur Alno AG. Quelle: Presse
Platz 5: Schüller MöbelwerkSchüller hat seinen Sitz rund eine Stunde westlich von Nürnberg in Herrieden und macht rund 230 Millionen Euro Umsatz. Quelle: Screenshot

Da kommt die Schaffrath-Werbung gerade Recht. Sie verspricht einen Sonderrabatt von bis zu 50 Prozent auf alle frei geplanten Markenküchen und „bis zu 3000 Euro Prämie geschenkt“. Die im Prospekt beworbenen Küchen sind von dieser Rabatt-Prämienaktion allerdings ausgenommen, lese ich im Kleingedruckten auf Seite drei. Offenbar lässt bei diesen Küchen der Angebotspreis keine weiteren hohen Preisnachlässe zu.

Mich stört das nicht, denn ich weiß, dass die Preise immer nur für die abgebildete Zusammenstellung von Möbeln und Elektrogeräten gilt. Wer eine andere Aufteilung benötigt, bekommt einen anderen Preis. Dennoch bin ich zuversichtlich, als ich das Möbelhaus betrete. Damit ich ein erstes brauchbares Angebot ohne allzu viel Zeitaufwand bekomme, habe ich einen Grundriss in der Tasche, der schon einmal für die Küchenplanung gedient hat. Auch die Aufteilung der Schränke und Geräte ist schon vorgeplant. Damit die Preise später mit den Angeboten anderer Händler vergleichbar sind, habe ich mich auf eine bestimmte Front für Schränke und Schubladen festgelegt. Ich suche eine Nobilia-Küche, alternativ interessiert mich auch eine Ausstattung von Alno. Die Marke hat einen guten Ruf, ist aber auch teurer. Aber vielleicht ist die ja nach Abzug der versprochenen Rabatte trotzdem bezahlbar.

Beim Rundgang durch die Küchenabteilung bin ich zunächst enttäuscht: die angebotenen Marken sagen mir nichts. Mondo und Vito heißen die ausgestellten Küchen, von Nobilia keine Spur. Nur Alno entdecke ich in der Ausstellung. Als ich nach Nobilia-Küchen frage, schickt die Dame von der Information gleich nach einem Kundenberater. Der freundliche Verkäufer erklärt mir, dass sich hinter der Eigenmarke Mondo der Hersteller Nolte verberge, hinter Vito stecke Nobilia. Unter den eigenen Hausmarken bietet Schaffrath zusätzliche Varianten für die Küchenfront an, die nicht zum Standardrepertoire der Hersteller gehören, etwa mit eingelassenen Glaselementen. Das ginge weil Schaffrath Großabnehmer bei den Herstellern sei. Aha.

Der Verkäufer ist offenbar bereit, sich viel Zeit zu nehmen. Obwohl an diesem Montagvormittag nicht viel los ist, beschleicht mich das Gefühl, dass Geduld und Muße beim Küchenkauf zum Beratungsprinzip gehören. Vier Stunden später werde ich mich in meinem ersten Eindruck bestätigt fühlen.

Es gibt tatsächlich viel zu bereden. Welche Elektrogeräte sollen dabei sein, was sollen sie können? Welche Arbeitsplatte und Griffe gefallen? Welche Arbeitshöhe wäre angenehm? Welche Armatur soll die Spüle bekommen? Passend zur Farbe der Markenspüle aus einem Granit-Acryl-Gemisch? Oberfläche in Hochglanz, matt, lackiert oder Kunststoff? Wir schauen uns alles an. Schon bei den Mustern für die Schranktürfronten frage ich nach den Qualitätsunterschieden zwischen den Küchenmarken. Die seien gar nicht so groß. Das bestätigen mir später auch Kundenberater in anderen Möbelhäusern. Technisch seien die Küchenmöbel alle gut, Beschläge und Scharniere kämen größtenteils von den gleichen Zulieferern. Hochpreisigere Hersteller böten mehr Auswahl und auch ungewöhnliche Lösungen. Ähnlich verhält es sich mit den Elektrogeräten: Geräte von Siemens, Gaggenau und Neff kämen alle von BSH, der Bosch-Siemens-Hausgeräte-Gruppe. Technisch dieselbe Basis, Ausstattung und Design können variieren. Zudem sind die aus dem Hause Elektrolux stammenden Marken AEG, Zanussi, Juno, Progress Leonard und Zanker bei vielen Küchenhändlern vertreten, ebenso Miele. Viele Küchenhändler bieten verschiedene Geräte-Sets: Den hochmodernen Siemens-Backofen bietet mir der Schaffrath-Mitarbeiter zusammen mit einem Induktionskochfeld für 1300 Euro an.

Mein mitgebrachter Küchenplan ist relativ unkompliziert: L-Form, eine Unterschrankzeile Schubladenschränken, Spülmaschine, Spüle und Kochfeld, im Hochschrank daneben ein Backofen auf halber Höhe, Hängeschränke mit unauffälliger Dunstabzugshaube. Als einzige Schwierigkeit sind zwei Regale vorgesehen: zwei Bretter neben den Hängeschränken und für das Unterschrank-L sind ein Regal vor dem Heizkörper vorgesehen. Details wie Beleuchtung, Mülleimer, Spritzschutzwand oder Besteckkästen lassen wir beim ersten Kaufgespräch außen vor.

Die größten Elektrogeräte-Hersteller

Dennoch zieht sich die Beratung in die Länge. Nach drei Stunden bekomme ich einen Preis für die Alno-Ausstattung. Ich soll mal schätzen. Widerwillig sage ich 6000 bis 6500 Euro. Meine vorsichtige Hoffnung, angesichts der hohen Rabatte eine teure Alno-Küche zum Preis einer Normalo-Küche zu bekommen, zerplatzt: 9500 Euro – 50 Prozent Rabatt und eine geschenkte Prämie von 1000 Euro schon eingerechnet. Regulär hätte die Küche mehr als 15000 Euro gekostet. Allein auf die Möbel hätte ich so schon 5566 Euro gespart. Die 1000-Euro-Prämie gibt es bei Kaufpreisen zwischen 5000 und 10.000 Euro. Hätte ich für 500 Euro mehr geplant, hätte ich 2000 Euro Prämie erhalten, die beworbenen 3000 Euro gibt es erst ab 15.000 Euro Einkauf. Eine merkwürdige Kalkulation: Für ein paar Schränke mehr hätte ich in der Summe weniger gezahlt.

9500 Euro würden mein Budget sprengen, sage ich. Ich hätte gern die identische Zusammenstellung mit Nobilia-Möbeln, die sollten deutlich günstiger sein. Kein Problem, sagt der Verkäufer, nach einer kleinen Pause würde er das schnell rechnen. Eine Stunde später ist er fertig: Die Nobilia-Küche in vergleichbarem Design mit identischen Elektrogeräten soll 7800 Euro kosten. Die Rabatte würden sich dabei in gleicher Größenordnung bewegen. Dass mich der „fast 2000 Euro“ niedrigere Preis nicht überzeugt, sieht mir der Verkäufer offenbar an. Der Verkäufer bietet an, mit seinem Chef zu sprechen, vielleicht ginge noch etwas am Preis. Ich bin erstaunt: 50 Prozent Rabatt plus 1000 Euro geschenkt – und da geht noch was? Er könne halt nur die beworbenen Rabatte einräumen. Sein Chef habe – je nach Laune – da noch mehr Spielraum.

Tags darauf ruft mich der Verkaufsleiter von Schaffrath an, er habe gute Neuigkeiten: Bei der Planung sei versehentlich ein Schrankelement zu viel auf der Teileliste gelandet, so etwas könne schon mal vorkommen. Außerdem schlägt er vor, die Regale auf der Unterseite gegen einen breiten Schrank zu tauschen. Die Regale seien teurer als ein Schrank mit Türen. Ein Schrank weniger, einer dazu also. Sein so optimiertes Angebot: 5950 Euro – satte 1850 Euro weniger als zuvor berechnet. Später frage ich meinen Kundenberater. Ein überflüssiger Schrank mache viel aus, da es sich um Paketpreise handele. Und tatsächlich sei der eingerechnete Rabatt uns sogar höher als die 50 Prozent. Jetzt sei alles runtergerechnet, was ginge. Ich frage nach der Option, die Küche ohne Geräte zu nehmen. Ja, das ginge grundsätzlich, auch mit dem Rabatt. Zwei Tage später erfahre ich ihn: 4550 Euro nur für die Küchenmöbel. So groß wie die vermeintlichen Einzelpreise der Geräte ist der Nachlass also nicht, sonst hätte der Preis grob kalkuliert unter 3000 Euro liegen müssen.

Im Küchentempel

Intransparente Preise beim Küchenhändler
Im Möbelhaus gibt es die oft üppig ausgestatten Einbauküchen aus der Ausstellung immer wieder mit hohen Preisnachlässen. Diese Preise gelten aber nur, wenn an der Zusammenstellung der Möbel nichts wesentliches geändert wird. Wer Möbelelemente weglässt, spart meist nichts, wer mehr braucht, muss kräftig zuzahlen.
Ausstellungsstücke lassen sich auch umplanen und anpassen, wenn sie zuhause in der Ausstellungsform nicht passen. Da sich in den Ausstellungen kaum Räume finden, die einen normalen Küchengrundriss haben, dürfte das in der Regel mit Mehrkosten verbunden sein. Gleiches gilt für Küchen aus dem aktuellen Angebot. Diese werden blockweise rabattiert angeboten. „Diese Blöcke sind vom Hersteller in der Regel knapp kalkuliert und zum Teil sogar subventioniert. Es ist eine Mischkalkulation: Zusatzwünsche und Extras, die über den angebotenen Küchenblock hinausgehen, sind im Verhältnis teurer. Erst dadurch rechnen sich die Blöcke für die Hersteller“, erklärt Lucas Heumann, Hauptgeschäftsführer beim Verband der deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK).
Die Probleme mit einer rabattierten Küche aus der Ausstellung fangen bereits damit an, dass die Anschlüsse für Wasser und Strom daheim nicht zur Austellungsküche passen. Die Arbeitsplatte ist dann beispielweise unbrauchbar, weil Spüle und Kochfeld anders platziert werden müssen. Besonders ärgerlich ist das bei teuren Arbeitsplatten aus Stein.
Diese Küche etwa besteht aus enorm vielen Bauteilen, die große Insel vorne besteht aus zwei Schrankreihen hintereinander. Sogar eine Waschmaschine ist hinter einer Schranktür versteckt. Die Arbeitsfläche besteht aus einem seltenen aprikotfarbenen Stein. Laut Händler kostet das Schmuckstück regulär stolze 31.500 Euro. Kaum vorstellbar, dass je ein Kunde so viel dafür gezahlt hätte.
Denn nun soll die Küche nur knapp 10.000 Euro kosten. Der Preisnachlass beträgt gemessen am Katalogpreis fast 70 Prozent. So viel Rabatt bieten einige große Händler und Möbelhäuser laut Prospekt sogar auf neu geplante Markenküchen. Lucas Heumann vom Verband der deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) geht davon aus, dass einige Händler auf ihre Einkaufspreise besonders viel aufschlagen, um nachher einen solch hohen Rabatt anbieten zu können.
Bei den großen Händlern geschieht die Planung im langwierigen Kundengespräch am Computer. Auf riesigen Flachbildschirmen kann der Kunde dann sehen, wie die Küche später aussieht. Diese relativ einfache, nicht sonderlich groß geplante Alno-Küche etwa sollte im Möbelhaus regulär rund 15.000 Euro kosten. Nach Abzug von 50 Prozent Rabatt und einer Zusatzprämie von 1000 Euro sollte der Preis noch immer 9500 Euro betragen. Offenbar galt der Rabatt nur für die Möbel, die Elektrogeräte und Einbauten wie Spüle und Armatur blieben außen vor.
Wie sich die Preise einer Küche ohne Rabatt zusammensetzen, können Kunden zum Beispiel mit dem Online-Küchenplaner von Ikea testen. Dort gibt es keine Fantasierabatte und jeder Küchenschrank wird mit dem Einzelpreis berechnet. Ähnliche Planungstools bieten auch einige Küchenhersteller oder Händlerportale an. Das ist mühsam, aber aufschlussreich. Die oben abgebildete Ikea-Küche hätte im Test rund 4700 Euro gekostet. Dafür muss aber auch alles selbst aufgebaut werden. Viele Küchenhändler bieten Lieferung, Montage und Anschluss ohne Aufpreis an. Dann ist die Küche allerdings meist etwas teurer.

Ich steuere den nächsten Küchengiganten an. Meda Gute Küchen zählt mit 15 Filialen in Nordrhein-Westfalen zu den großen Händlern. Auch dieses Geschäft beeindruckt durch Größe, auf mehreren tausend Quadratmetern können Kunden mehr als 100 ausgestellte Küchen bestaunen. Die von mir gesuchte Nobilia-Küche ist derzeit nicht im Angebot, weder im Prospekt noch auf der Internetseite. Eine Verkaufsberaterin berechnet mir den Preis für meine geplante Ausstattung. Ein völlig identisches Angebot bekomme ich jedoch nicht: Bei den Elektrogeräten kann sie mir kein besonderes Angebot mit Siemens-Geräten machen, einen günstigen Set-Preis gibt es aber für Neff-Geräte. Die Dunstabzugshaube ist dafür noch leistungsfähiger, als im Schaffrath-Angebot. Außerdem weist sie mich darauf hin, dass ich für das Induktionskochfeld einen Hitzeschutzboden für den Unterschrank brauche, der etwa 100 Euro kostet. Dafür kann Sie mir aber die geplanten Regale nicht genau wie geplant anbieten, ihre Regalbretter sind nur halb so dick. Zudem gäbe es die nur in 1,20 Metern Länge. Da ich laut Grundriss 1,25 Meter benötige, muss noch eine fünf Zentimeter breite Blende zwischen den Hängeschränken auf die Teileliste. Der Hochschrank für den Backofen ist auch etwas höher und schließt nun bündig mit den Hängeschränken ab. Also ein paar kleine Verbesserungen, dünnere Regalbretter, eine Blendleiste, der Rest ist identisch.

So, sie habe jetzt alles erfasst, sagt sie. Jetzt suche sie nur noch einen passenden Werbeblock. Ihr Preis: 8088 Euro. Nicht einmal 300 Euro teurer als beim Rabatt-Riesen Schaffrath. Was ein Werbeblock sei, will ich wissen. Sie erklärt es mir so: Je nachdem, wie viele Schränke und welche Geräte ich nehme, werden die je nach Hersteller blockweise rabattiert. Sie zeigt mir auf dem Bildschirm, was sie meint. Meine geplante Küche liegt 162 Euro über dem Blockpreis. Das wäre quasi eine Punktlandung. Läge ich 162 Euro darunter, könnte sie mir dafür sogar noch Küchenelemente schenken, ohne dass der Gesamtpreis steigt. Offenbar gibt es einen Bereich, in dem der Preis nach Planung liegen muss, damit der Blockrabatt greift. Weicht die Planung zu weit ab, gilt der Blockrabatt nicht mehr. Dafür aber vermutlich ein anderer.

Beim Küchenherstellerverband erklärt man es mir genauer. Die Blockrabatte sind ursprünglich als Service für den Handel entstanden, um diesem Arbeit und Zeit zu ersparen und die Zahl der Zulieferer zu reduzieren. Mit der Zeit haben sie sich im Handel aber wegen der attraktiven Preise durchgesetzt. „Diese Blöcke sind vom Hersteller in der Regel knapp kalkuliert und zum Teil sogar subventioniert. Es ist eine Mischkalkulation: Zusatzwünsche und Extras, die über den angebotenen Küchenblock hinausgehen, sind im Verhältnis teurer. Erst dadurch rechnen sich die Blöcke für die Hersteller“, erklärt VdDK-Chef Heumann. Dabei würden die Blockpreise für jede Einkaufsgemeinschaft und jeden Großkunden individuell kalkuliert und entsprechend seiner Händler- und Kundenstruktur zusammengestellt. Bei den Händlern seien die Blockangebote daher sehr beliebt. „Dadurch erhöht sich die Intransparenz für den Kunden zusätzlich“, so der VdDK-Chef. Grundsätzlich könne aber jeder Hersteller und auch viele Händler mit Einzelpreisen kalkulieren – wie es im Fachhandel auch häufig vorkommt.

Dass alles sehr kompliziert und intransparent ist bestätigt mir auch die Verkäuferin bei Meda. Das könnten Kunden auch nicht verstehen, sagt die Beraterin. Ohne fachkundige Beratung hätte der Käufer keine Chance. Selbst für die Verkäufer sei das schwierig. Wäre ich zu ihrem Kollegen gegangen, hätte ich höchstwahrscheinlich einen anderen Preis genannt bekommen, weil nur kleine Änderungen in der Planung – etwa eine andere Spültischarmatur – die komplette Kalkulation ändern könnte. Jetzt habe sie nur auf die Schnelle gerechnet, normalerweise wäre sie jedes Detail mit mir durchgegangen. Küchenkauf sei letztlich Bauchgefühl, sagt sie. Dafür hätte sie sich offenbar gern mehr Zeit genommen, so aber bin ich schon nach eineinhalb Stunden wieder draußen.

Angespornt durch die Erfahrung bei Schaffrath rufe ich ein paar Tage später meine Meda-Beraterin nochmal an und frage nach dem Preis ohne Elektrogeräte. Das ginge auch, dann würde die Küche ungefähr 5100 Euro Kosten. Der Preisabstand zu Schaffrath schrumpft also weiter, ganz ohne Sonderrabatte.

Spezialist für wenige Hersteller

Die zehn umsatzstärksten Möbelhäuser
Platz 10: Schaffrath
Platz 9: Otto Quelle: dpa
Platz 8: Dänisches Bettenlager Quelle: dpa
Platz 7: Segmüller Quelle: dpa
Platz 6: Poco-Domäne Quelle: Presse
Platz 5: Roller / Tejo (Tessner-Gruppe) Quelle: dpa
Platz 5: Porta Quelle: dpa

Auf zum dritten Küchenhändler. Küchentreff ist als spezialisierte Kette 275 mal in Deutschland vertreten, auch jenseits der Großstädte. Dafür sind die Ladenflächen deutlich kleiner, ein paar hundert Quadratmeter müssen im besten Fall genügen. Die Filiale hat nur noch eine Stunde auf, der einzige anwesende Mitarbeiter ist zugleich der Niederlassungsleiter. Ich werde also vom Chef höchstpersönlich beraten. Ich frage ihn ohne Umschweife nach Nobilia-Küchen. Er überrascht mich: Alle ausgestellten Küchen seien von Nobilia. Offenbar gehört eine eingeschränkte Auswahl zum Konzept der Küchentreff-Kette. Auch bei den Elektrogeräten hat man sich dort auf wenige Marken eingeschossen. Später sagt er mir, auch andere Hersteller wären gern in dem Geschäft in verkehrsgünstiger Lage vertreten gewesen, aber es mache keinen Sinn, den Umsatz auf drei Anbieter zu verteilen. Bei den Siemens- und AEG-Geräten käme er aufgrund der hohen Abnahme zu weit besseren Konditionen, als bei größerer Vielfalt. Besorgen könne er auf Wunsch aber auch die Geräte anderer Hersteller.

Auch hier entspricht die Küche nicht exakt meiner Planung. Der freundliche Verkäufer schlägt ein paar Änderungen vor, die mir durchaus sinnvoll erscheinen. Die drei Schubladen-Unterschränke durch zwei breitere zu ersetzen würde optisch besser Wirken, hätte praktische Vorteil, wenn man vor dem Kochfeld steht, und wären zudem am Ende billiger. Der Verkäufer macht sich eine grobe Skizze, Notizen und kopiert meine Pläne. Das Angebot könne er mit mir zwei Tage später am Abend durchgehen, heute müsse er noch ein Aufmaß bei einem Kunden nehmen. Wir verabschieden uns. Nach mehr als acht Stunden in der Küchenberatung langt es mir auch für heute. Der Kopf brummt.

Beim Termin präsentiert mir der Verkaufsleiter seine Planung auf dem großen Flachbildfernseher. Tatsächlich sieht die Küche auf diesem Bild insgesamt am besten aus. Aber an die Vorgaben hat er sich nicht ganz gehalten. Neben den breiten Unterschränken ist auch Dunstabzug und Kochfeld aus seiner Computersimulation breiter als gewünscht. Außerdem hat die Küche gefräste Zierleiste über und unter den Hängeschränken, die Abluftkanal und Beleuchtung verbergen sollen. Ich muss zugeben: Optisch und auch unter praktischen Gesichtspunkten ist das die bislang beste Planung. Der Barzahlungspreis soll bei 7000 Euro liegen – und liegt damit rund tausend Euro über dem Schaffrath-Preis und 900 Euro unter dem Meda-Preis. Die Kosten für Lieferung und Montage sind ebenfalls bereits eingerechnet. Die Küche war im Angebot, für mich will er den Preis noch bis zum Anfang der Folgewoche reservieren.

Ich frage, was wir tun könnten, um auf 6000 Euro zu kommen, was dem Schaffrath-Angebot entspräche. Nicht viel, sagt der Verkäufer, mit den Möbeln ginge es nicht billiger, auch billigere Geräte würden kein Sinn ergeben, weil alle gerade im Angebot seien. Abstriche bei der Ausstattung würden sich daher kaum auf den Gesamtpreis auswirken. Möbel aus dem Paket herauszunehmen böte kaum Sparpotenzial, selbst die anderswo teuren Regallösungen habe er so günstig gelöst, dass der Ersatz durch einen Unterschrank – der bei Schaffrath angeblich für das deutlich günstigere zweite Angebot eine große Rolle gespielt hat – keine Ersparnis brächte. Es handle sich um einen Paketpreis, bei dem kleine Planungsänderungen keinen Effekt hätten.

Meine Frage, warum die Preise so intransparent seien, beantwortet der Mann vom Küchentreff mit einer Gegenfrage: Ob es sein könne, dass Transparenz gar nicht gewünscht sei? Es könne sogar sein, dass ich bei Bestellung von ein paar Schränken mehr letztendlich weniger bezahlen würde. Das aber sei Kunden, die den Preis durch eine bescheidenere Planung drücken wollten, kaum vermittelbar.

Meine Frage, wie viel vom Gesamtpreis auf Möbel und wie viel auf die Geräte entfällt, beantwortet der Mann vom Küchentreff mit den Einzelpreisen für die Geräte, die ebenso einzeln gekauft werden können. Backofen, Kochfeld, Spülmaschine und Dunstabzug summieren sich demnach auf 1950 Euro. Vom Gesamtpreis von 7000 Euro entfallen daher nach Abzug der Kosten für Lieferung, Montage und Installation allein auf die Küchenmöbel 4360 Euro – vorausgesetzt der Paketpreis würde sich durch Herausnahme der Elektrogeräte nicht ändern.

Schwieriger Preisvergleich

Nach knapp einer Woche habe ich endlich von allen drei Anbietern Gesamtpreise und die Preise ohne Elektrogeräte bekommen (siehe Tabelle). Auffällig ist, dass der Anteil, der auf die Elektrogeräte entfällt, trotz ungefähr gleicher Ausstattung im günstigsten Fall nur 1400 Euro (Schaffrath) und im teuersten genau das Doppelte, also 2800 Euro (Meda) beträgt. Wie stark der Aufpreis für die Geräte ausfällt, hängt anscheinend davon ab, ob und wie sehr sie Teil des Küchenblockpreises sind oder nicht. Was nicht im Block mit den Möbeln angeboten wird, muss offenbar einzeln hinzugerechnet werden. Wie das im Einzelnen funktioniert, erfährt der Kunde nicht.

 

Küchenhändler

Gesamt-
preis

Rabatt

Möbel

Geräte
(Differenz
zum
Gesamtpreis)

Lieferung,
Montage,
Anschluss

Preis ohne
Geräte

(inkl.
Lieferung)

Schaffrath
(1. Angebot)

7800 €

50 %
plus 1000 €

k.A.

k.A.

inklusive

k.A.

Schaffrath

(2. Angebot,
leicht
umgeplant)

5950 €

>50 %
plus 1000 €

4550 €

1400 €

Inklusive

4550 €

Meda Gute Küchen

ca. 7900 €

Kein
eworbener
Rabatt

5100 €

2800 €

inklusive

5100 €

Küchentreff

7000 €

Küche im
Angebot

4360 €

1950 €

690 €

5050 €

Ikea (Online)

4700 €

keinen

2700 €

1985 €

Ohne

2700 €

Ich mache den Ikea-Check. Dass dort der Preis für jedes Einzelteil im Katalog steht, ist in punkto Transparenz bei der Budgetplanung ein klarer Vorteil für den Verbraucher. Die von mir besuchten Verkäufer haben auf die Erwähnung des schwedischen Möbelgiganten höchst unterschiedlich reagiert. Einmal hieß es, die Qualität sei nicht vergleichbar. Ein anderer sagt, die Küchenmöbel seien zwar nicht schlechter, wer aber realistisch eine komplette Küche plane und nicht alles selber montieren würde, zahle in der Summe mehr.

Ich versuche, auf den Internetseiten von Ikea eine Küche zu konfigurieren, die der bislang abgefragten Planung am ehesten entspricht. Bei einigen Punkten stoße ich da an Grenzen, insbesondere das Regal vor dem Heizkörper kann ich nicht wie gewünscht zusammenstellen, so dass ich Unterschränke nehmen muss. In der Realität müsste ich dann die Rückwand der Schränke und einige Türen entfernen, damit die aufgeheizte Luft wie gewünscht zirkulieren kann. Außerdem plane ich auch mit den Elektrogeräten und einer Spüle, die Ikea passend zu den ausgewählten Schranken anbietet. Sie tragen Namen wie Enstående oder Raffinerad und stammen wohl von Whirlpool, auch Bauknecht und Electrolux werden als Hersteller vermutet. Die Auswahl ist zwar begrenzt, aber ich finde, was ich suche. Eine Spüle gibt es aber nur in Edelstahl, ein Stein-Kunststoff-Gemisch ist nicht im Angebot.

Der Preis kann sich sehen lassen: Selbst mit schmucken Zierleisten über und unter den Hängeschränken bleibe ich unter 4900 Euro. Allerdings ohne Lieferung und Montage. Und da die Schränke nicht vormontiert wie vom Küchenhandel in Haus kommen, ist dieser Aufwand sicher deutlich höher, als bei den übrigen Angeboten. Selbst wer Imbusschlüssel mag und den sicheren Umgang mit Bohrmaschine, Sticksäge und Akkuschrauber beherrscht, ist möglicherweise ein paar Tage beschäftigt.

Bei Ikea lassen sich Elektrogeräte und Küchenmöbel jedoch sauber trennen: In meiner Planung ohne Zierleisten kosten die Möbel 2700 Euro, die Elektrogeräte fast 2000 Euro. Ohne die Details der Geräteausstattung exakt zu prüfen, lässt sich daher sagen: für diese Budget gibt es auch im Fachmarkt oder beim Technikdiscounter die benötigten Geräte von den Markenherstellern in größerer Auswahl – und damit womöglich auch zu den persönlichen Vorlieben passend.

Kein Schnäppchen

Mein Fazit: Die Preisunterschiede bei den eingeholten Angeboten sind begründbar, wenn auch nicht nachvollziehbar. Ein echtes Schnäppchen, wie es die teilweise hohen Rabattversprechen erwarten ließen, war aber nicht darunter. Das günstigste Angebot hat mich auch am meisten Energie und Zeit gekostet, erst das nachgebesserte Angebot brachte eine deutliche Preissenkung. Gleichzeitig war die Planung hier noch am ehesten verbesserungsfähig, die – wie sich später zeigte – sinnvolle Optimierung in Gestaltung und Ausstattung blieb zunächst aus. Die hätte mindestens einen weiteren Beratungstermin erfordert und aller Voraussicht nach auch den genannten Angebotspreis wieder zunichte gemacht hätte.

Das Angebot, das preislich in der Mitte lag, war ohne Zweifel das ausgereifteste. Hier hatte der Verkäufer zwei Tage Zeit, das beste Paket für mich zu schnüren. Das machte sich dann zwar nicht unbedingt in einem besonders niedrigen Preis bemerkbar, dafür in den besten Lösungen.

Einen wirklich signifikant günstigeren Preis bietet bei den Möbelpreisen lediglich Ikea. Die damit selbstauferlegte Mühsal, alles selbst zu planen, zu montieren und gegebenenfalls auch noch die Elektrogeräte selbst zu beschaffen und vom Elektriker anschließen zu lassen, ist der Preis, den der Kunde noch draufzahlt. Ob das die verlorene Zeit, Schweiß und Tränen aufwiegt, darf aber bezweifelt werden.

Die Rabattschlacht lohnt insgesamt nicht. Als ruinösen Wettbewerb mag Verbandschef Heumann den Rabattkrieg zwischen den großen Küchenhändlern und Möbelhäusern auch nicht bezeichnen. Er bezweifelt die Aussagekraft der hohen Preisnachlässe an. „Die Frage ist doch immer, von welchem Preis aus der Rabatt gewährt wird. Die Händler sind es, die Aufschlag auf den Einkaufspreis festlegen. Die sind bei den Großflächenanbietern teilweise sehr hoch – und lassen sich dementsprechend weit herunterrechnen“, sagt Heumann. Er hält diese Form der Kundengewinnung für den falschen Weg. „Werden ständig und immer wieder hohe Rabatte beworben, sind die vermeintlichen Schnäppchen am Ende keine mehr“, ist Heumann überzeugt. „So zerstören die Handelsriesen nur das Vertrauen der Verbraucher. Die vielen Innovationen und intelligenten Lösungen der Küchen- und Gerätehersteller werden hingegen kaum beworben.“

In Arbeit
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Auch ich stelle fest, dass meine anfängliche Skepsis ausgeprägtem Misstrauen gewichen ist. Besonders ärgerlich war die Weigerung aller besuchten Küchenspezialisten, irgendwelche Unterlagen oder zumindest Ausdrucke der computersimulierten Küchengestaltung herauszurücken. Die Absicht dahinter ist naheliegend: Das Einholen von Angeboten bei Wettbewerbern wird so nahezu unmöglich, insbesondere im Hinblick auf die technische Ausstattung. Ohne eigene Notizen sind Kaufinteressenten im Grunde dem Verkaufspersonal blind ausgeliefert. Selbst wer alles notiert, hat nur eine vage Vorstellung davon, was er da alles kauft.

Mir langt es. Nach dieser Odyssee habe ich das Projekt Einbauküche fürs Erste auf Eis gelegt. Zeitlich begrenzte Sonderangebote, Rabatte und Null-Prozent-Finanzierungsaktionen scheinen mir ein schlechter Ratgeber zu sein – vor allem, wenn es eine Küche für die nächsten 20 bis 25 Jahre sein soll. Wenn ich den Küchenkauf tatsächlich nochmal ernsthaft angehen sollte, werde ich mich jedenfalls nicht unter Zeitdruck setzen lassen und mir einen erfahrenen Küchenplaner suchen, der mir für ein gegebenes Budget die optimale Lösung sucht. Vermutlich werde ich dann beim Fachhändler landen. Bis ich dafür wieder genügend Muße aufbringen kann, wird es meine alte, klapprige Küche noch tun müssen. Zur Not gehe ich von dem Geld, das ich jetzt nicht ausgebe, einfach öfter auswärts essen. Vielleicht sogar beim Sternekoch Stefan Marquard. Das wär dann wenigstens „ganz große Küche“.

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