Media-Saturn Minderheitsgesellschafter will Interimschef Pieter Haas abberufen

Exklusiv

Der Dauerstreit zwischen Media-Saturn-Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals und dem Mehrheitseigner Metro geht in die nächste Runde.

Schild von Media-Saturn Quelle: dpa

Auf der Gesellschafterversammlung von Media-Saturn am 4. Juli will Milliardär Kellerhals (22 Prozent) den derzeitigen Interimschef Pieter Haas abberufen lassen, berichtet die WirtschaftsWoche und beruft sich auf Informationen aus dem Umfeld der Beteiligten. Der Vorstoß dürfte auf heftige Gegenwehr der Metro-Vertreter (78 Prozent) stoßen. Zuletzt war bereits bekannt geworden, dass Kellerhals Haas per Einstweiliger Verfügung aus dem Amt klagen will. Die juristischen Erfolgsaussichten seien bescheiden, heißt es bei Metro.

Haas war von Metro im Mai als stellvertretender Vorsitzender in die Media-Saturn-Geschäftsführung entsendet worden. Kurz zuvor hatte der langjährige CEO Horst Norberg seinen Rücktritt erklärt, so dass Haas de facto die Chefposition übernahm.

Worum sich Metro und Kellerhals streiten

Die Suche nach einem dauerhaften Chef für Europas größten Elektronikhändler Media-Saturn gestaltet sich schwierig. Beteiligte rechnen damit, dass sich das Verfahren bis 2015 hinziehen dürfte. Auf der Gesellschafterversammlung wollen die Parteien zumindest das Profil eines möglichen gemeinsamen Wunschkandidaten ausloten. Anschließend sollen unabhängige Personalberater mit der Suche beauftragt werden. 

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