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MediaSaturn Dauerstreit soll enden: Ceconomy wirbt für Übernahme von MediaSaturn

Nach den Plänen soll sich die Media-Saturn-Gründerfamilie von ihrem Minderheitsanteil trennen und dafür bei Ceconomy direkt an Bord gehen. Am Mittwoch sollen die Aktionäre zustimmen.

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Die Düsseldorfer Holding hat sich mit der Media-Markt-Gründerfamilie Kellerhals auf die Übernahme der restlichen 21,6 Prozent der Anteile an MediaMarktSaturn geeinigt. Quelle: dpa

Die Elektronikhandelsholding Ceconomy versucht den Befreiungsschlag: Die Aktionäre sollen bei der Hauptversammlung am Mittwoch den Plänen für eine komplette Übernahme der Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn zustimmen. Vorstandschef Bernhard Düttmann warb in einer vorab verbreiteten Präsentation für die Pläne. Diese würden künftig für einfachere Strukturen sorgen. Die streitbare Media-Saturn-Gründerfamilie Kellerhals trennt sich nach den Plänen von ihrem Minderheitsanteil an Media Markt und Saturn und geht dafür bei Ceconomy direkt an Bord. Stimmen die Anteilseigner der Transaktion bei der virtuellen Hauptversammlung wie erwartet zu, soll der lange Machtkampf zwischen der Familie und den Düsseldorfern um die Elektronikhandelsketten ein Ende haben. „Unsere Einigung läutet eine neue Stufe der langfristigen Zusammenarbeit ein“, warb Jürgen Kellerhals.

„Das ist durchaus ein historischer Moment, denn damit geht ein langwährender Streit zu Ende, der bis heute viel Geld, Energie und Nerven gekostet hat“, bilanzierte Jella Benner-Heinacher von der Aktionärsvereinigung DSW. Die Großaktionäre, zu denen unter anderem die Duisburger Familienholding Haniel und die Hamburger Freenet gehören, hatten sich bereits hinter die Transaktion gestellt.

Die Düsseldorfer Holding hatte sich mit der Media-Markt-Gründerfamilie Kellerhals auf die Übernahme der restlichen 21,6 Prozent der Anteile an MediaMarktSaturn geeinigt. Im Gegenzug bekommt die Kellerhals-Familienholding Convergenta eine Beteiligung von 25,9 Prozent an Ceconomy, Wandelanleihen im Wert von 160 Millionen Euro und 130 Millionen Euro in bar. Convergenta will die Beteiligung letztlich bis auf 29,9 Prozent aufstocken. Convergenta wolle „den erfolgreichen Weg des Unternehmens begleiten“, sagte Convergenta-Chef Kellerhals.

Doch aktuell leiden Media Markt und Saturn trotz eines boomenden Online-Geschäfts unter den Folgen der Coronakrise. Zahlreiche Märkte sind etwa im deutschen Heimatmarkt vorübergehend geschlossen. Erst in der vergangenen Woche hatte Ceconomy die Jahresprognose über Bord werfen müssen.

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