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MediaSaturn Rechtsstreit mit Altgesellschafter geht weiter

Exklusiv

Im Streit um die Macht bei Europas größtem Elektronikhändler MediaSaturn steht ein weiterer Gerichtstermin an.

Die Tricks von Media Markt
Illustration Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Regalplatz für hochauflösende Fernsehgeräte Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Werbelogos von Top-Elektronikmarken an den Wänden Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Internet-Ecke Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Promotioninsel für Mobilfunk Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Lockangebote Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber
Illustration Trittspuren auf dem Fußboden Media Markt Quelle: Illustration: Torsten Wolber

Am 21. Juni will das Oberlandesgericht München über den Zwist zwischen Altgesellschafter Erich Kellerhals und Mehrheitseigner Metro verhandeln. Zuvor, am 31. Mai, steht ein Schiedsgerichtstermin an. Im Kern geht es um die Frage, ob Kellerhals weiterhin ein Vetorecht besitzt, obwohl er nur 22 Prozent der Anteile hält.

Dagegen hatte Metro vor dem Landgericht Ingolstadt geklagt, war aber im Oktober 2011 in wesentlichen Punkten unterlegen. Nun folgt die zweite Runde. Eine Einigung ist auch nach dem Abgang von Metro-Chef Eckhard Cordes nicht in Sicht. Der neue Konzernchef Olaf Koch bleibt in der Sache hart. Auch Kellerhals sieht keinen Anlass einzulenken.

Auf seiner Homepage heißt es: „Es werden viele Verfahren in den nächsten Jahren die Gerichte noch beschäftigen, welche das Unternehmen MediaSaturn in der Fortentwicklung stark behindern werden. Die Wettbewerber werden sich freuen.“ Die Vertrauenskultur bei MediaSaturn habe sich durch den „Angriff der Metro“ in eine „Misstrauenskultur“ gewandelt.

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Zudem droht Kellerhals mit Konfrontation: „Wer bestehende Verträge in Zweifel zieht, behindert notwendige neue Verträge zwischen den Gesellschaftern.“ Unterdessen hat das Management des Elektronikhändlers erste Konsequenzen aus dem Bericht der WirtschaftsWoche (8/2012) über die Korruptionsanfälligkeit des Unternehmen gezogen.

Der Geschäftsführer eines Frankfurter Marktes wurde „offiziell beurlaubt“, bestätigte ein Firmensprecher. In einem Schreiben an MediaSaturn-Chef Horst Norberg hatten Mitarbeiter zuvor die in dem Bericht erwähnten Untreuehinweise bekräftigt und Compliance-Mängel kritisiert. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Augsburg Anklage wegen Korruptionsverdachts gegen Michael Rook, den früheren Deutschland-Chef von Media Markt, erhoben.

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