WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Medienbericht Ex-Fraport-Chef will offenbar BER-Führung übernehmen

Am Freitag hieß es noch, dass er es sich überlegen will, Samstag waren die Würfel dann offenbar gefallen. Der ehemalige Fraport-Chef Wilhelm Bender sei bereit, die Führung des Berliner Flughafens zu übernehmen.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Wilhelm Bender: Der frühere Vorstandschef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport könnte schon bald der neue Geschäftsführer des Berliner Flughafens werden. Quelle: dpa

Berlin Der frühere Fraport-Chef Wilhelm Bender will nach Informationen der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montagsausgabe) die Geschäftsführung des Hauptstadtflughafens übernehmen. Das habe Bender am Samstagabend auf dem Ball des Sports in Wiesbaden deutlich gemacht, berichtet die Zeitung am Sonntag vorab.

Bereits am Donnerstag hatte die „Bild“ berichtet, dass der Aufsichtsrat des Flughafens dem 68-Jährigen ein entsprechendes Angebot unterbreitet und Bender um Bedenkzeit bis zum Wochenende gebeten habe.

Bender würde Rainer Schwarz ablösen, der wegen der mehrfachen Verschiebung des Flughafen-Eröffnungstermins im Januar seinen Hut nehmen musste. Über die Berufung des Nachfolgers entscheidet der Aufsichtsrat. Die nächste Sitzung ist für den 13. Februar geplant.

Bender war von 1993 bis 2009 Vorstandsvorsitzender von Fraport, der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens. Mit Großprojekten kennt er sich aus: In seiner Amtszeit entstanden in Frankfurt die neue Landebahn sowie das zweite Terminal. Bender ist zurzeit Aufsichtsratschef beim Fußball-Erstligisten Eintracht Frankfurt und Vorsitzender des Europa-Aufsichtsrats von Bombardier.


„Die Erwartungen an den neuen Flughafen-Geschäftsführer sind nicht gerade gering“, sagte die Berliner Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop. Zwar wollte auch sie sich nicht konkret zu der Personalie Bender äußern, aber sie forderte grundsätzlich von einem neuen Flughafen-Verantwortlichen eine „ehrliche“ Bestandsaufnahme mit einem klaren Zeit-, Finanz- und Bauplan. Ihre Partei wolle dem neuen Geschäftsführer dabei keinen Zeitdruck auferlegen. Es sei besser, eine solide Planung zu machen, als ständig neue Termine zu benennen. „Die Zeit der Schmierzettel muss vorbei sein“, sagte Pop.

Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%