WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Metro Bei Kaufhof gehts in Runde zwei

Metro-Chef Olaf Koch legt den Verkauf des Kaufhofs auf Eis, doch abgehakt ist das Thema damit nicht.

Passanten vor Galeria Kaufhof Quelle: REUTERS

Seit mindestens zehn Jahren ranken sich Spekulationen um die Zukunft des Kaufhofs unter dem Dach des Metro-Konzerns. Mal soll die Warenhaussparte verkauft, mal mit dem Erzrivalen Karstadt vermählt werden. Doch bisher ist noch jeder Plan gescheitert - so auch diesmal. In der vergangenen Woche legte der neue Metro-Chef Olaf Koch den geplanten Kaufhof-Verkauf wieder auf Eis. Zwar lag ein Angebot des österreichischen Immobilieninvestors René Benko vor.

Kaufhof - ein Warenhaus mit Tradition

Doch Koch misstraute der Offerte über knapp zwei Milliarden Euro. Wasserdicht finanziert war sie offenbar nicht. Bei einem möglichen Ausstieg von Benkos Kreditgebern hätte ein Desaster gedroht. Der zweite Interessent, Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen, gilt finanziell als schlagkräftiger. Eine Fusion der beiden Ketten würde aber Tausende Arbeitsplätze kosten. Die Arbeitnehmervertreter im Metro-Aufsichtsrat waren von der Berggruen-Variante denn auch wenig angetan, und für die Kapitalseite war der Preis wohl zu niedrig. So bleibt Kaufhof vorerst bei Metro.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Die langjährige Suche nach einem Investor wird dennoch in die nächste Runde gehen. Zunächst wird Koch zwar versuchen, Ruhe in den Prozess zu bekommen und das Geschäft aus eigener Kraft in Schwung zu bringen. Aber selbst wenn das gelingt, werden die Metro-Großaktionäre nicht auf Dauer an der Sparte festhalten. Mittelfristig stehen hohe Investitionen an, die Kaufhofs bisher auskömmliche Gewinne gefährden. Eine Expansion der Kette ins Ausland ist kaum möglich - als Wachstumskandidat taugt die Sparte also nicht. Das wissen auch die Investoren. Sie reizt vor allem der Immobilienschatz des Unternehmens und die Fusionsoption mit Karstadt. Ob sie aber je bereit sein werden,deutlich mehr zu bieten als bisher, ist fraglich.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%