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Metro-Chef Olaf Koch warnt Verdi im Tarifstreit

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Das Online-Geschäft ausbauen

So sollen Webshops zum Kauf animieren
Der Shop für Aktenvernichter Experteaz.de setzt auf einen Verkäufer, um Besucher emotional anzusprechen. Die Strategie geht offensichtlich auf: Über die Seite werden deutlich mehr Geräte pro Besucher verkauft als über ähnliche, konventionelle Seiten des Betreibers. Quelle: Screenshot
Dass der „Faktor Mensch“ überzeugt, belegt auch eine nicht-repräsentative Studie in Kooperation mit ERGO Direkt. Im Vergleich standen eine statische Darstellung der Homepage und eine Format mit Moderator. Die Studienteilnehmer äußerten sich meist positiver zu der Video-Lösung als zur konventionellen Seite. Quelle: Presse
Die Besucher der statischen Seite sind mit 41 Prozent weniger bereit, ein Angebot des Versicherers einzuholen als die Nutzer der Video-Lösung mit 56 Prozent. Quelle: Presse
Geht es um einen tatsächlichen Vertragsabschluss, überzeugt der Moderator prozentual wieder mehr Leute als die einfache Seite. Quelle: Presse
Neuromarketing basiert nicht auf bewussten Entscheidungen: Wie diese Abbildung zeigt, gefällt einer Mehrheit die statische Seite rational besser. Trotzdem führt die Video-Lösung – wie in der vorherigen Grafik zu sehen – zu einem höheren Umsatz. Quelle: Presse
Die Studienteilnehmer wurden auch gefragt, welche Gefühle die jeweilige Darstellung bei ihnen auslöst. Auch hier sticht der positive Effekt des „Faktor Mensch“ zum Teil sehr deutlich hervor. Allerdings erzeuge der Online-Moderator bei einigen auch Stress und Langeweile. Quelle: Presse
Ein Unternehmen will mit einer Marke bestimmte Aussagen verknüpfen, die positiv beim Kunden ankommen. Der interaktive Dialog kann diese Botschaften besser verstärken als eine statische Seite. Quelle: Presse

Werden Sie mit Real in den Online-Lebensmittelhandel einsteigen?

Das ist bisher nicht geplant. Real setzt online primär auf den Non-Food-Bereich. Lebensmittel-Lieferungen – auch über Internet-Bestellungen – gehören zum Kerngeschäft unserer Cash & Carry-Sparte. Deren Belieferungsgeschäft hat 2012 die Zwei-Milliarden-Euro-Marke geknackt. Sieben Prozent unserer Umsätze in Deutschland stammen inzwischen aus Lieferungen, zehn Prozent sind drin.

Welche Bedeutung wird der Online-Handel insgesamt im Jahr 2020 haben?

Ich erwarte, dass der größte Teil des Geschäfts trotz aller Dynamik auf absehbare Zeit im stationären Einzelhandel bleibt. Es gibt einzelne Warengruppen wie Elektronik, bei denen der Umsatzanteil hohe zweistellige Prozentwerte erreichen wird. Manche Artikel könnten komplett ins Netz abwandern. Aber beim Gros der Produkte dürfte das Online-Geschäft auf absehbare Zeit einen Umsatzanteil von 20 bis 25 Prozent nicht überschreiten.

MediaSaturn macht sechs Prozent der Umsätze im Netz. Sind Sie zufrieden?

Wir haben das Limit längst noch nicht erreicht. Aber ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung. Wir waren spät dran und haben erst vor knapp zwei Jahren mit dem Online-Geschäft begonnen. Jetzt holen wir uns den Markt zurück, den wir zwischenzeitlich an Online-Player verloren hatten. Es spricht alles dafür, dass wir unseren Marktanteil im stationären Geschäft in Deutschland von rund 18 Prozent auch im Online-Geschäft erreichen können.

In Arbeit
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Sie mussten online und in den Läden die Preise senken, um mit Amazon & Co. mitzuhalten. Macht das die Gewinne kaputt?

Wir waren mit vielen Preisen gegenüber Online-Anbietern nicht mehr konkurrenzfähig. Das haben wir geändert, auch wenn es schmerzhaft war und ist. Denn um die Margenverluste auszugleichen, müssen wir die Kosten senken und an den Konditionen arbeiten. Bei beiden Themen kommen wir gut voran.

Bleibt Metro der größte deutsche Händler oder werden Sie von der Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland überholt?

Das Wachstumspotenzial der Metro ist enorm. Der Vergleich zu Wettbewerbern interessiert mich dabei nicht. Ob wir nun die Nummer eins, zwei oder drei sind, ist keine Steuerungsgröße und kein Wert an sich. Es spricht nichts dagegen, kleiner zu werden, wenn man dadurch besser wird.

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