Metro Durchsuchung der Konzernzentrale

Am Freitagvormittag durchsuchten Polizei und Staatsanwaltschaft die Düsseldorfer Zentrale des Handelskonzerns Metro. Grund dafür sind Vorwürfe des Insiderhandels gegen Teile des Vorstands.

Metro-Einkaufswagen Quelle: REUTERS

Spitzen-Manager des Handelskonzerns Metro stehen unter dem Verdacht des Insider-Handels. Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchten am Freitag Büros des Düsseldorfer Konzerns. Metro kooperiere "in vollem Umfang" mit den Ermittlungsbehörden, sagte ein Metro-Sprecher. Er wies den Vorwurf des Insider-Handels zurück.

Den Anstoß für die Razzia hatte die Finanzaufsicht BaFin mit einer Anzeige gegeben. Die Behorde sei "wegen des Verdachts des Insiderhandels und der Marktmanipulation in Aktien der Metro AG" aktiv geworden, erklärte eine Sprecherin. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf kündigte für den Montag eine Erklärung an.

Der Vorwurf richtet sich unter anderem gegen Metro-Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann. Dieser soll nach einem "Spiegel"-Bericht am 22. Februar 2016, kurz nach seiner Wahl an die Spitze des Gremiums, für gut eine Million Euro 43.000 Aktien der damaligen Metro AG gekauft haben. Neben Steinemann habe auch ein Vorstandsmitglied vor der Aufspaltungsmitteilung Aktien gekauft, auch dieser Spitzen-Manager werde des Insiderhandels verdächtigt. Ende März 2016 hatte der Konzern seine Aufspaltung angekündigt.

Konzernchef Olaf Koch hatte der Metro die Spaltung in einen Elektronikhändler um Media Markt und Saturn sowie einen Lebensmittelhändler verordnet. Heute sind beide Teile getrennt, die Media-Saturn-Holding firmiert unter dem Namen Ceconomy. Der Lebensmittelhändler rund um die Großmärkte und die Supermarktkette Real hat sich den Namen Metro gesichert.

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