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Metro-Tochter SB-Warenhauskette Real soll am Montag bestreikt werden

Verdi möchte, dass Real wieder zu einem Flächentarifvertrag zurückkehrt. Doch trotz angedrohter Streiks zeigt sich die Unternehmensführung wenig beeindruckt.

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Für zusätzliche Aufruhe sorgte die Ankündigung von Metro, die Tochter zu verkaufen. Quelle: Reuters

Berlin Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 34.000 Beschäftigten der Warenhauskette Real für Montag zu einem bundesweiten Streik aufgerufen. Mit der ganztägigen Arbeitsniederlegung will die Gewerkschaft den Druck auf die noch zum Metro-Konzern gehörende Handelskette erhöhen, in den Verdi-Flächentarifvertrag zurückzukehren.

Zu einer Streikversammlung am Montagmittag vor der Metro-Zentrale in Düsseldorf, auf der auch Verdi-Chef Frank Bsirske sprechen soll, erwartet die Gewerkschaft mehrere tausend Beschäftigte.

Der Hintergrund des Streits: Die Unternehmensleitung von Real hatte im Frühjahr den Flächentarifvertrag verlassen und bezahlt seitdem neu eingestellte Mitarbeiter nach einem Tarifvertrag mit der Gewerkschaft DHV, der für das Unternehmen deutlich günstiger ist. Für zusätzliche Unruhe im Konzern sorgte zuletzt die Ankündigung der Metro, die Tochter Real verkaufen zu wollen.

Die Real-Führung zeigte sich von dem Streikaufruf dennoch wenig beeindruckt. Firmenchef Patrick Müller-Sarmiento bezeichnete die Forderung nach einer Rückkehr in den Verdi-Flächentarifvertrag als unrealistisch. Denn durch einen solchen Schritt würde Real wieder auf nicht wettbewerbsfähige Kostenstrukturen zurückgeworfen. Er kündigte an, die Real-Märkte würden trotz der angekündigten Streiks auch am Montag geöffnet bleiben.

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