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Metro Was hinter den Aufspaltungsplänen steckt

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Wie die Aufspaltung umgesetzt werden soll

Wie soll die Aufspaltung konkret umgesetzt werden?
Die Aufteilung würde durch eine Abspaltung von Metro Cash & Carry, Real und weiteren dazugehörigen Aktivitäten und Konzernteilen von der derzeitigen Aktiengesellschaft erfolgen. Diese würde sich danach mit neuem Unternehmensnamen komplett auf den Sektor Unterhaltungselektronik konzentrieren. Damit könnten beide Unternehmen ihre Entwicklung mit wesentlich erweitertem Spielraum vorantreiben. Auch würde die Verteilung und Verwendung von Investitionsmitteln in jeder der beiden neuen Gesellschaften klarer.

Was bedeutet das für die Beschäftigten?

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    Die Arbeitnehmer dagegen reagierten Insidern zufolge verstimmt. Sie seien erst in letzter Minute informiert worden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. "Die vorliegenden Informationen lassen derzeit keine belastbaren Rückschlüsse auf die Auswirkungen für die Beschäftigten zu", sagte ein Verdi-Sprecher.

    Auf die rund 65.000 Mitarbeiter bei Media-Saturn und die über 112.000 Beschäftigten bei Cash&Carry sowie die rund 36.000 Real-Mitarbeiter sollen die Pläne keine negativen Auswirkungen haben, versicherte Koch - sie seien vielmehr eine Chance für mehr Wachstum.

    Was sagen die Aktionäre?
    Die Großaktionäre Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim unterstützen das Vorhaben. Auch die beiden größten Aktionärsvertretern Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sind sich einig: Die geplante Aufspaltung sei eine gute Idee. Die Sprecherin der DSW bezeichnet es als „einen charmanten Vorschlag“. Neben der höheren Bewertung für Aktionäre, da diese Aktien an beiden Gesellschaften im Verhältnis zu ihren Anteilen erhalten würden, könne so nun auch ein eigenständiger Börsengang von Media-Saturn zu Stande kommen. Der wurde in den Jahren zuvor stets von Minderheitsgesellschafter und Media-Markt-Gründer Erich Kellerhals blockiert. Der Milliardär hält zwar nur eine Minderheitsbeteiligung von 21,62 Prozent an Media-Saturn – die restlichen Anteile liegen bei der Metro – , verfügt aber über umfassende Veto-Rechte. „Es scheint eine erhöhte Chance zu bestehen, dass die Streitigkeiten mit Herr Kellerhals durch eine Aufspaltung beseitigt werden können“, sagt Daniel Bauer von der SdK.

    Was bedeutet die Aufspaltung für den Streit mit Media-Saturn-Minderheitsaktionär Erich Kellerhals?
    Der Einfluss von Media-Saturn-Minderheitsaktionär Erich Kellerhals könnte nach der Aufspaltung des Handelsriesen Metro marginalisiert werden. Die Aufspaltung sei Sache der Anteilseigner der Metro, Kellerhals habe dabei „keinerlei Störpotenzial“, sagte Koch. Media-Saturn solle nach der Aufspaltung des Konzerns Teil einer Holding mit Sitz in Düsseldorf sein. Diese Holding werde die klare Mehrheit an Media-Saturn halten und könne dann auch Zukäufe tätigen, die dann ebenfalls unter ihrem Dach verankert würden: „Die Unternehmensgruppe wird in den kommenden fünf Jahren mehr sein als Media-Saturn.“

    Wie reagiert die Börse auf die Pläne?
    Bei den Aktionären kamen die Aufspaltungspläne gut an. Die Aktien schossen am Mittwoch um mehr als zehn Prozent in die Höhe und setzten sich an die Spitze des Nebenwerteindex MDax.

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