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Millionenverlust Iberia entlässt fast ein Viertel der Mitarbeiter

Während British Airways Gewinne einfliegt, steckt die spanische Schwester Iberia weiterhin tief in den roten Zahlen. Nun soll massiv Personal gekürzt werden. Airline-Chef Walsh träumt bereits von einer neuen Airline.

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Iberia Quelle: REUTERS

Die spanische Fluggesellschaft Iberia will fast ein Viertel ihrer 20.000 Arbeitsplätze abbauen. Wie das Unternehmen am Freitag in Madrid mitteilte, soll die Belegschaft um 4500 Mitarbeiter verringert werden. Angesichts der hohen Verluste werde die Gesellschaft Routen streichen und sich auf rentable Strecken konzentrieren.

Die Dachgesellschaft International Airlines Group (IAG), zu der auch British Airways gehört, hatte zuvor für die ersten neun Monate dieses Jahres einen Verlust von 39 Millionen Euro bekanntgegeben. Im Vorjahreszeitraum hatte IAG noch einen Gewinn von 338 Millionen Euro erzielt.

Fujitsu streicht 400 Jobs
Fujitsu Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik. Bereits am Dienstag hatte der Konzern bekanntgegeben, in Großbritannien 1800 Jobs zu streichen. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft dort. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu künftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu. Quelle: REUTERS
Lufthansa Technik Quelle: dpa
DAK Gesundheit Quelle: dpa
EnBWDer Energieversorger baut weiter Stellen ab: Die Energie Baden-Württemberg werde sich aus dem Strom- und Gasvertrieb an Großkunden der Industrie zurückziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Davon seien 400 Beschäftigte betroffen, denen ein Aufhebungsvertrag oder ein alternativer Arbeitsplatz im Konzern angeboten werde. Auch im Privatkundengeschäft, der Energieerzeugung und der Verwaltung steht demnach Stellenabbau bevor, der noch nicht beziffert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 1650 Stellen weggefallen. Quelle: dpa
Intel Quelle: REUTERS
Nokia Quelle: dpa
Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau Quelle: dpa

Mit der Schuldenkrise ist auch die Reiselust der Spanier merklich gesunken. Das bekommt die Iberia zu spüren: Während Schwesterkonzern British Airways die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent gestiegen ist, transportieren die Spanier 3,7 Prozent weniger Passagiere. Iberias Flotte soll darum um 25 Flugzeuge gekürzt werden, um die Kapazität der Airline im nächsten Jahr um 15 Prozent senken – und die Profitabilität um 600 Millionen Euro zu steigern.

„Wir wollen, dass Iberia stark und erfolgreich ist”, sagte IAG-Chef Willie Walsh. Zu lange hätten Eigeninteressen einiger weniger die Zukunft vieler anderer bedroht. „Wir werden nicht zögern, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Interessen unserer Aktionäre zu schützen“.

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Auch bei der Konkurrenz herrscht der Sparkurs. Bereits Ende Oktober hatte Air France-KLM angekündigt, rund 1.300 Stellen bei der niederländischen Airline und 5.000 Stellen bei der französischen Airline streichen zu wollen. Die Lufthansa will 3.500 Verwaltungsstellen und 1.000 Stellen im Caterin abbauen.

Mit einem 113 Millionen-Euro-Angebot für die spanische Vueling Airlines will IAG-Chef Walsh darum eine neue starke Billigfluglinie auf der iberischen Halbinsel schaffen. Schon heute hält das Unternehmen 45,85 an Spaniens zweitgrößter Airline. Mit dem Kauf könnten auch die Kosten bei Iberia gesenkt werden. Bereits jetzt hat Walsh weite Teile des Kurzstreckengeschäfts der Airline auf die konzerneigene Billigairline Iberia Express verlagert, die vor allem mit schlechter bezahltem Personal in die Gewinnzone strebt.

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