Modebranche Textilhandel weiter deutlich unter Vorkrisenniveau – keine baldige Erholung

Das erste Halbjahr hat der stationäre Modemarkt laut Verband mit etwa 10 Prozent Verlust im Vergleich zu 2019 abgeschlossen. Das wirkt nachhaltig.

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Der Handelsverband Textil erwartet, dass der stationäre Einzelhandel auch 2022 nicht wieder an die Umsätze des Vor-Pandemie-Jahres 2019 anknüpfen kann. Quelle: imago images/Michael Gstettenbauer

Der stationäre Modehandel in Deutschland wird nach Einschätzung des Handelsverbandes Textil (BTE) auch in diesem Jahr noch nicht wieder an die Umsätze des letzten Vor-Pandemie-Jahres 2019 anknüpfen können. „Das erste Halbjahr hat der Modemarkt mit einem zweistelligen Minus von voraussichtlich 10 Prozent bis 12 Prozent im Vergleich zu 2019 abgeschlossen“, sagte der Präsident des Handelsverbandes Textil (BTE) Steffen Jost dem Branchenfachblatt „Textilwirtschaft“. „Dass sich das Minus im zweiten Halbjahr aufholen lässt, glaube ich nicht.“

Der Modehandel sehe sich derzeit mit einer Vielzahl von Problemen - etwa der hohen Inflation, dem Personalmangel und Engpässen bei den Lieferketten - konfrontiert. „Das Schlimmste wird sein, wenn das Konsumbudget der Verbraucher schrumpft und sie überlegen, wo sie ihre Ausgaben verringern. Die Mode ist da leider schnell im Blick“, sagte Jost. Auf der anderen Seite hätten die Menschen so viel Erspartes wie nie zuvor und die Beschäftigungssituation sei stabil. Das lasse hoffen.

Mehr: Die Krise des stationären Handels ist selbst verschuldet

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