Modehändler Umsatzwachstum macht Zalando begehrt

Geringere Inkasso-Einnahmen und Investitionen in Technologie haben beim Modehändler Zalando im dritten Quartal für einen Verlust im laufenden Geschäft gesorgt.

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Europas größter Online-Modehändler Zalando hat für einen Umsatzsprung rote Zahlen in Kauf genommen. Die Erlöse sprangen im dritten Quartal um 42 Prozent auf rund 713 Millionen Euro in die Höhe, wie der Berliner Konzern am Donnerstag mitteilte. Im Gesamtjahr will das 2008 gegründete Unternehmen auf knapp drei Milliarden Euro Umsatz kommen. Um dies zu erreichen, investierte Zalando zuletzt kräftig in seine Smartphone-App, den Ausbau seines Angebots auf mehr als 1500 Marken und neue Mitarbeiter. Darüber hinaus testete das Unternehmen die Lieferung noch am Tag der Bestellung in Köln und Berlin. Dies führte neben hohen Rabatten für Sommerwaren letztlich zu einem Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 23,5 Millionen Euro im dritten Quartal nach einem knappen Gewinn im Vorjahr.

Zalando auf einen Blick


"Wir machen die richtigen Investitionen", sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter. Im Gesamtjahr werde ein deutlicher Gewinn in der Bilanz stehen. Bei Anlegern kamen die Zahlen gut an. Die Aktie gehörte mit einem Plus von 2,5 Prozent auf rund 31,70 Euro zu den stärksten Gewinnern im Mdax. Die Quartalszahlen deuteten daraufhin, dass Zalando weiter Marktanteile gewinne, hieß es bei den Analysten von Bernstein. Im Herbst 2014 war der Modehändler mit einem Ausgabepreis von 21,50 Euro an die Frankfurter Börse gegangen.

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Ritter zufolge ist Zalando gut in das wichtige Weihnachtsquartal gestartet. Das passt auch ins Bild des Branchenverbands HDE. Dieser rechnet damit, dass der Online-Handel seine Einnahmen im Weihnachtsgeschäft um zwölf Prozent auf 11,2 Milliarden Euro steigern wird. Zalando jedenfalls strömen in diesem Jahr bisher die Kunden zu. Die Zahl der Bestellenden in den 15 Märkten kletterte auf 17,2 Millionen von 14,7 Millionen zu Ende 2014. Fast 60 Prozent der Kunden besuchten zuletzt die Zalando-Internetseite über ihre Smartphones oder Tablets. Die Zahl der Mitarbeiter legte in den ersten neun Monaten um rund 1800 auf mehr als 9400 zu.

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Für das Gesamtjahr hält das 2008 gegründete Unternehmen an der im Oktober angepassten Prognose fest. Demnach sollen die Erlöse um 33 bis 35 Prozent zulegen. Auf den wichtigsten Märkten Deutschland, Österreich, Schweiz stiegen die Umsätze zwischen Juli und September um 34,4 Prozent, im übrigen Europa sogar um mehr als 52 Prozent.

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