Modemarke Icebreaker Das Schaf im Sportgeschäft

Keiner hat die Chancen von Merinowolle in der Sportbranche so früh erkannt wie Jeremy Moon. Sein Label Icebreaker ist inzwischen weltweit beliebt. Seit er den Chefposten aufgegeben hat, läuft es sogar noch besser.

Der Neueseeländer Jeremy Moon hat früh auf Merinowolle als Material für Sportkleidung gesetzt. Quelle: PR

Auf den Besprechungstisch von Jeremy Moon ist eine Karte der Südinsel von Neuseeland aufgedruckt. Dutzende Punkte sind darauf markiert. Jeder einzelne steht für eine Schaf-Farm. „Unsere Rohstoff-Fabrik“, sagt Moon mit einem Augenzwinkern.

Der Neuseeländer ist Gründer des Sportbekleidungslabels Icebreaker. Als einer der Ersten in der Sportbranche hat Moon erkannt, dass auf den Weiden seiner Heimat ein Schatz herum läuft: Schafe, die Merinowolle liefern.
Die Shirts und Shorts, die Socken und die Unterwäsche des Labels bestehen fast komplett aus neuseeländischer Merinowolle.

Das Naturprodukt von den weiten Wiesen des Inselstaats trägt sich nicht nur ausgesprochen angenehm, es hat auch zahlreiche Vorteile gegenüber den sonst in der Industrie vorherrschenden Kunstfasern. Bei Kälte wärmt die Wolle, wenn die Haut heiß wird, gibt sie Wärme ab. Sie trocknet schnell und stinkt auch nach tagelangem Einsatz noch nicht. Zudem ist der Stoff extrem dünn.

Als 24-jähriger Uniabsolvent hat der passionierte Skifahrer seine Firma vor zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen. Inzwischen ist daraus eine weltumspannende Marke geworden, die alleine in Europa in 3000 Läden vertreten ist. Obwohl er im besten Unternehmeralter ist, hat sich Moon aber längst von der Spitze zurückgezogen. „Ich hatte einfach keine Lust mehr, mich mit Währungsschwankungen und solchem Zeug zu beschäftigen.“

Seit zweieinhalb Jahren führt nun Rob Fyfe, der Ex-Chef der Fluggesellschaft Air New Zealand, die Geschäfte. Eine gute Entscheidung, meint Moon. Denn so könne er selbst sich als Kreativdirektor auf das Design und neue Kollektionen konzentrieren, also auf das, was ihm wirklich Freude mache.

Der Gründer zieht sich ins zweite Glied zurück, und die Firma profitiert. So sieht es Moon. Einen gestanden Manager an der Spitze kann Icebreaker freilich auch gut gebrauchen. Anfang des Jahrzehnts ist das Label unter der Regie von Moon stürmisch gewachsen. Doch seit ein paar Jahren tritt die Firma auf der Stelle, zumindest in Deutschland, dem bedeutendsten europäischen Markt.

Praktische Extras für den modernen Camper
Elgato EyeTV WWollen Sie unterwegs nicht auf Fernsehen verzichten? Dieser DVB-T-Empfänger ist mit Android- und iOS-Geräten kompatibel und überträgt die empfangenen Daten über Wlan an das Endgerät. Der Akku hält bis zu vier Stunden. Preis: etwa 75 Euro Quelle: PR
RoomBox Mini-WohnmobilAus der Schweiz kommt die RoomBox, mit der Sie jedes Auto zum Campingmobil machen können. In der handlichen Kiste finden sich ein Lattenrost sowie ausklappbare Tische. Zusätzlich benötigt man noch Isomatten, um sie auf den Lattenrost zu legen. Die Elemente lassen sich bei Bedarf auch einzeln aufstellen. Preis: ab 1650 Euro Quelle: PR
EasyAcc SolarladegerätSo viel Wildnis, so wenig Strom: Wenn Sie häufiger außerhalb von bewohntem Gebiet campieren, ist es empfehlenswert, „mobilen Strom“ einzupacken. Dieses Modell von EasyAcc enthält zwei Solarpaneele, mit denen Sie ihren Akku in der Sonne aufladen können. Preis: 24 Euro. Quelle: PR
Aerobie AeropressMit dem Aeropress Kaffeebereiter können Sie in Windeseile leckeren Kaffee machen. Alles was Sie dazu brauchen ist heißes Wasser und gemahlener Kaffee. Mit Hilfe des Kolbens drückt man den das Wasser durch den Bereiter, das Kaffeemehl verbleibt auf dem Filter. Durch die Bauweise entfällt das Spülen, da am Ende lediglich ein kleiner Kaffeepressling überbleibt. Preis: etwa 27 Euro Quelle: PR
LightMyFire FeuerstahlWenn Sie auf ihren Campingtrips häufiger ein Feuer machen möchten, sollten sie einen Zündstahl mit sich führen. Im Gegensatz zu Feuerzeugen oder Streichhölzern kann ihm Feuchtigkeit nichts anhaben. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, sollten Sie zusätzlich in eine Packung Zunder investieren, ansonsten reichen als Zündhilfe trockene Rinde oder Heu. Preis: ab 6 Euro Quelle: PR
Trangia SpirituskocherDer Spirituskocher von Trangia ist ein skandinavischer Klassiker. Sie können ihn bei jedem Wetter einsetzen, durch seine spezielle Bauweise ist er sogar bei Sturm einsetzbar. Der Vorteil dieses Kochsets ist sein geringes Packmaß, auf kleinstem Raum bietet er alles, was man für Campingküche braucht. Preis: ab 60 Euro Quelle: PR
Semptec HängematteWenn Sie im Outdoorbereich auf ein Zelt verzichten wollen, können Sie es sich auch in einer Hängematte bequem machen. Dieses Modell von Semptec können sie zwischen zwei Bäumen aufhängen. Zum Schutz vor Insekten verfügt die Hängematte über ein Moskitonetz. Mit nur 570 Gramm ist die Hängematte ein echtes Leichtgewicht und einfacher zu transportieren als eine Isomatte. Preis: 25 Euro Quelle: PR
Luminaid LED-LeuchteLicht aus der Tüte bietet die aufblasbare LED-Leuchte Luminaid. Zusammengefaltet passt sie an jeden Rucksack, wird über in Solarpaneel aufgeladen und bietet Abends genügend Licht für die Zeltbeleuchtung. Die Lichtstärke bestimmt die Laufzeit der Lampe, in der hellsten Einstellung leuchtet die Luminaid bis zu acht Stunden. Preis: ab 30 Euro Quelle: PR
Wantalis Smartwatch EtuiMit diesem Smartphone-Etui können Sie ihr Gerät immer direkt an der Hand führen. Unterstützt werden Geräte bis 4,7 Zoll Bildschirmdiagonale. Mittels Halteriemen können Sie das Etui an ihren Arm anpassen, so dass es bei Bedarf auch über einer Jacke getragen werden kann. Dank PVC-Sichtfenster ist das Gerät im Inneren vor Spritzwasser geschützt und kann trotzdem bequem bedient werden. Preis: etwa 22 Euro Quelle: PR
LightMyFire SporkDas günstigste und zugleich simpelste Zubehör für den Camper ist der Spork, eine Mischung aus Löffel, Gabel und Messer. Er ist der perfekte Begleiter für alle, die mit leichtem Gepäck reisen möchten. Das Basismodell ist aus Kunststoff und in vielen Farben erhältlich, wer es etwas wertiger möchte, kann sie einen Spork aus Titan kaufen. Preis: ab 3 Euro Quelle: PR

Unter den wichtigsten Lieferanten von Intersport rangieren die Neuseeländer nach wie vor abgeschlagen auf Rang 45. Damit hat Icebreaker bei Deutschlands führendem Sporthandelsverbund zwar vergangenes Jahr zwei Plätze gut gemacht. Aber von anderen Outdoor-Marken wie Jack Wolfskin, Schöffel oder The North Face ist die Firma meilenweit entfernt. Die sind alle in den Top Ten. Intersport ist nicht irgendwer: Jeder dritte Euro im deutschen Sporthandel fließt in die Kassen des genossenschaftlich organisierten Verbunds.

Andererseits: Die Preise sind auch deutlich höher als bei den meisten Sportmarken. Ein einfaches T-Shirt von Icebreaker ist kaum unter 50 Euro zu bekommen, ein langärmeliges Unterhemd fürs Skifahren kostet locker das Doppelte. Selbst das günstigste Paar Socken schlägt schon mit 20 Euro zu Buche.

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