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Modemarke Icebreaker Das Schaf im Sportgeschäft

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Moon verspricht „schönere Farben“

Dazu kommt: Moon ist zwar ein Pionier in dem Geschäft, aber der Wettbewerb wird immer härter. Der Münchener Skitourenspezialist Ortovox etwa expandiert mit seiner Wollkollektion kräftig und hat dabei ähnlich hohe Standards wie die Neuseeländer. Ortovox bezieht seine Merinowolle aus Tasmanien und sucht ebenso den engen Schulterschluss mit den Lieferanten. Jeden Bauer, jede Wollwäscherei, jede Spinnerei hätte er jüngst selbst inspiziert, erklärt Stefan Andreas Krause, der für die gesamte Produktpalette zuständig ist. Das Ziel: Den anspruchsvollen Kunden ein in jeder Hinsicht einwandfreies Produkt zu garantieren.

Fast alle Sportmarken haben inzwischen Shirts und Shorts mit Merinowolle im Angebot, selbst Großkonzerne wie Adidas. Manche haben sich sogar darauf spezialisiert, etwa Devold aus Norwegen. Nur wenige verfügen aber über eine so breite Palette wie Icebreaker.

In Arbeit
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Moon nützt die Freiheiten, die er inzwischen als Chefkreativer hat. In Neuseeland ist momentan Sommer, da kann er mit den drei Töchtern auch mal an den Strand. Oder, wie kürzlich, in Utah durch den Tiefschnee pflügen. Dann aber sitzt er kurz danach mit den Kollegen vom Global Product Design Center in Oregon zusammen, um die nächsten Kollektionen zu besprechen. „Schönere Farben“ verspricht er für die Zukunft, denn dann könnten seine Kleider genauso in der Stadt wie draußen in der Natur getragen werden.

Wer mag, der kann im Internet nachschauen, wo das Schaf gegrast hat, das die Wolle für sein Shirt geben musste: Jedes Produkt besitzt einen Code, der zu einem Bauern in Neuseeland führt. „Die meisten Farmer kenne ich“, meint Moon. So sei für viele der 200 Familien Icebreaker die wichtigste Einkommensquelle. Vor allem aber würde seine Firma die Preise für zwei, drei Jahre garantieren. Das sei auf dem stark schwankenden Rohstoffmarkt für die Landwirte eine echte Hilfe.

Dass seine Klamotten auch noch lange halten, das versucht Moon seinen Gesprächspartnern seit einiger Zeit mit einem einfachen Beispiel zu vermitteln: indem er zu Meetings einen acht Jahre alten Pulli anzieht.

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