WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Möbelkonzern Staatsanwälte gehen weiteren Ermittlungshinweisen zu Steinhoff nach

Der Bilanzskandal um den Möbelriesen Steinhoff ist noch lange nicht geklärt. Nun will der Konzern seinen Aktionären Rede und Antwort stehen.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Der Möbelkonzern steckt seit Ende 2017 in der Krise. Quelle: dpa

Hannover Bei dem von einem Bilanzskandal erschütterten Möbelhaus-Konzern Steinhoff machen erste Ermittlungshinweise der Staatsanwaltschaft Oldenburg weitere Recherchen notwendig. Sie ergeben sich aus der Auswertung der Unterlagen und elektronischen Beweismittel, die bei Durchsuchungen beschlagnahmt wurden. „Die Auswertungen haben das Erfordernis weiterer Ermittlungen gezeigt, denen nunmehr nachgegangen wird“, erklärte die Sprecherin Nicole Nadermann.

Eine Sondereinheit der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg arbeite weiter daran, die Auswertungsergebnisse zusammenzustellen. Nadermann: „Erschwert werden die Ermittlungen dadurch, dass die umfangreichen Unterlagen zu einem erheblichen Teil in der englischen Sprache abgefasst sind.“ Wann die Ermittlungen abgeschlossen seien, sei wegen des Umfangs des Verfahrens derzeit nicht abzusehen.

Die deutsch-südafrikanische Handelsgruppe mit Wurzeln im niedersächsischen Westerstede stellt sich an diesem Freitag (13.00 Uhr) den Fragen seiner Aktionäre. Bei der Hauptversammlung in einem Konferenzhotel bei Amsterdam - die live ins größte Konferenzzentrum im südafrikanischen Kapstadt übertragen wird - plant das Management einen aktuellen Überblick über die Lage.

Die anhaltende Ungewissheit über das wahre Ausmaß des Skandals hat innerhalb kurzer Zeit den Aktienkurs des Konzerns mit Wurzeln im niedersächsischen Westerstede massiv abstürzen lassen. Er steckt seit Ende 2017 in der Krise. Damals begannen die Ermittlungen wegen Bilanzunregelmäßigkeiten, und Steinhoff-Chef Markus Jooste musste gehen. Der Konzern ist in Deutschland vor allem durch seine Beteiligung an der Billig-Möbelhauskette Poco bekannt.

In seiner Zwischenbilanz für das erste Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember wies Steinhoff einen Handelsumsatz von 4,86 Milliarden Euro aus, rund 5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%