Nach Gewinneinbruch Mattel-Chef nimmt seinen Hut

Ein kräftiger Gewinneinbruch, und das ausgerechnet im Weihnachtsgeschäft: Klassisches Spielzug wie die Barbie-Puppen stößt bei Kindern auf weniger Begeisterung. Der Spielzeughersteller Mattel sucht nun einen neuen Chef.

Barbie-Puppen werden mehr und mehr zu Ladenhütern: Der Spielzeugriese Mattel sucht nach einem Gewinneinbruch nun einen neuen Chef. Quelle: Reuters

Nach einem erneuten Umsatzrückgang im Weihnachtsgeschäft hat der Hersteller von Barbie-Puppen und Fisher-Price-Spielzeug Mattel seinen Chef ausgewechselt. Christopher Sinclair, bisher bereits im Direktorium von Mattel, löse Bryan Stockton als Chairman und übergangsweise auch als Unternehmenschef ab, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Im letzten Quartal des Jahres sei der Umsatz vorläufigen Zahlen zufolge um sechs Prozent auf 1,99 Milliarden Dollar gesunken - es wäre der fünfte Rückgang in Folge. Der Nettogewinn sei um fast 60 Prozent auf 149,9 Millionen Dollar eingebrochen. Grund sei unter anderem der gestiegene Dollarkurs. Die Mattel-Aktie verlor in der Spitze bis zu elf Prozent auf ein Drei-Jahrestief, erholte sich später aber wieder.

Bereits seit fast drei Jahren hat der Spielzeughersteller mit sinkenden Verkäufen seiner Barbie-Puppen zu kämpfen. Mädchen interessieren sich zunehmend mehr für Puppen des Walt-Disney-Zeichentrickfilms "Eiskönigin" oder aber für elektronisches Spielzeug wie Tablets oder Uhren.

Andere Mattel-Kreationen wie Monster High und American Girl haben dies nicht ausgleichen können. 2008 machte Barbie mehr als ein Viertel des Marktes für Puppen und Puppenzubehör in den USA aus. Dieser Anteil fiel bis 2013 auf 19,6 Prozent.

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