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Nachhaltigkeits-Ranking Dieselgate schadet nicht nur VW

Der Abgasskandal lässt VW in der Gunst der Kunden abstürzen. Und der Schaden bleibt nicht auf den Wolfsburger Autobauer begrenzt. Das zeigt eine exklusive Studie.

Das grüne Image von VW ist erstmal ruiniert. Quelle: dpa Picture-Alliance

Um mehr als 70 Ränge gefallen. Von Platz 16 runter auf Nummer 88. Der Wolfsburger Autobauer VW stellt beim aktuellen Ranking der nachhaltigsten Marken Deutschlands einen Negativrekord auf. Denn noch nie ist ein Unternehmen bei einer der Umfragen in den vergangenen sechs Jahren so tief in der Gunst der Verbraucher gesunken. Dafür brauchte es erst Dieselgate.

Diesen Absturz dokumentiert eine Untersuchung der Marktforschung Facit Research, der Werbeagentur Serviceplan und der WirtschaftsWoche, für die 9800 Personen online zu 105 Unternehmen befragt wurden. Das mit Abstand dominierende Thema ist der Abgasskandal.

Dabei schaden die Manipulationen bei den Dieselfahrzeugen nicht nur VW, sondern lassen branchenübergreifend die Bedeutung von Nachhaltigkeit für das Markenimage schrumpfen. Zugleich ist es für die Kaufentscheidung nicht mehr so wichtig, ob es sich um ein grünes Produkt handelt oder nicht.

Unternehmensranking 2016

„Im Augenblick hat man kein gutes Gefühl zu VW. Schon gar nicht in Bezug auf Offenheit, Nachhaltigkeit und Ehrlichkeit“, meint einer der Befragten. Ein anderer textete sogar einen Spottsong über VW.

Dass es auch anders geht, zeigt Konkurrent BMW, der bisher weitgehend skandalfrei blieb und sich auf Rang 6 vorarbeiten konnte.

Nachhaltige Unternehmen in der Automobilbranche

Verbraucher schauen genauer hin

So vernichtend das Ergebnis der Marken-Studie für Volkswagen auch ist, der Konzern hat durchaus Chancen sich aus dem Imagetief herauszuarbeiten.

Dazu sollte das Management konsequent auf Transparenz gegenüber dem Kunden setzen, was Schadstoff- und Verbrauchswerte angeht, rät Frank Roselieb, geschäftsführender Direktor des Krisennavigators, eines Instituts für Krisenforschung der Universität Kiel. „Und auf neue Themen wie die Elektromobilität“, erläutert er.

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