Neckermann Neckermann-Familie geschockt, Valovis Bank belastet

Exklusiv

Die Neckermann-Pleite hat nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch die Neckermann-Familie überrascht.

Neckermann-Gebäude Quelle: dapd

Die Neckermann-Pleite hat nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch die Neckermann-Familie überrascht.  Die „Nachricht schockt mich“, teilte Johannes Neckermann, Sohn des 1992 verstorbenen Unternehmensgründers Josef Neckermann, der WirtschaftsWoche mit. „Wir wussten zwar, dass die Situation bei Neckermann kritisch ist, mit einer ‚Aufgabe‘ habe ich aber ganz und gar nicht gerechnet“, so Neckermann, der in den Siebzigerjahren in der Geschäftsführung des Versandhauses tätig war. „Die Seele und Tradition eines Unternehmens werden finanziellen Prioritäten hintangestellt“, kritisiert Neckermann. Das Versandhaus sei allerdings auch „schon lange kein Familienunternehmen mehr, wo ein Unternehmer bis hin zur Selbstaufgabe für das Überleben seines Unternehmens kämpft.“ Die Neckermann-Familie hatte das Unternehmen 1977 an Karstadt verkauft, später übernahm der Finanzinvestor Sun Capital Neckermann.

Der Niedergang von Neckermann.de

Unterdessen zieht die Neckermann-Insolvenz weitere Kreise. Nach Informationen der WirtschaftsWoche ist auch die Essener Valovis Bank von der Pleite betroffen. Die Bank ist seit 2005 Factoring-Partner von Neckermann und hatte dem Versandhändler einen Millionenkredit gewährt. „Am 25.03.2011 hat die Valovis Bank Neckermann eine Kreditlinie in Höhe von EUR 10 Mio. zur Verfügung gestellt und gehört damit zu den Gläubigern des Unternehmens“, teilte die Bank dem Magazin mit. Die Forderung sei allerdings mit zusätzlichen Vermögenswerten besichert, hieß es weiter.

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