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Nivea-Hersteller Beiersdorf setzt in China auf Neuanfang

Der Hamburger Konzern will ein neues Innovationszentrum in Shanghai bauen. Zudem will Konzernchef De Loecker aus Fehlern seines Vorgängers lernen.

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Beiersdorf: Kosmetikhersteller setzt in China auf Neuanfang Quelle: dpa

Hamburg Beiersdorf will nach mehreren fehlgeschlagenen Sanierungsversuchen in China einen Schlussstrich ziehen und erwägt den Verkauf einer Tochtergesellschaft. Vorstandschef Stefan De Loecker kündigte bei seinem ersten Auftritt vor den Aktionären am Mittwoch in Hamburg an, strategische Optionen für das vor zehn Jahren übernommene Haarpflegegeschäft der Marke Slek zu prüfen. „In China gibt es zwei Beiersdorf Realitäten“, sagte De Loecker seinem Redemanuskript zufolge: „La Prairie und Tesa arbeiten dort seit Jahren mit Erfolg. Doch das breite Nivea-Konsumentengeschäft und Slek erfüllten bisher nicht unsere Erwartungen.“

Zugleich kündigte der neue Beiersdorf-Chef an, mehr als zehn Millionen Euro in ein neues Innovationszentrum für Hautpflege in Shanghai zu investieren. Von dort wolle der Dax-Konzern aus Hamburg die Entwicklung neuer Produkte für Ost- und Nordostasien steuern. „China bietet enormes Potenzial, gerade für Marken wie Nivea und Eucerin“, sagte De Loecker. Das Geschäft dort verlange jedoch sehr viel Geduld. De Loeckers Vorgänger Stefan Heidenreich hatte sich lange mit der Sanierung der von Experten als Fehleinkauf eingeschätzten Haarpflegemarke C-Bons herumgeschlagen, zu der neben Slek auch die Stylingmarke Maestro gehört. De Loecker, der Heidenreich zu Jahresanfang als Konzernchef ablöste, will Beiersdorf neu ausrichten und setzt dabei in China auf einen Neuanfang.

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