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Nur Finanzchef darf bleiben Galeria-Kaufhof-Vorstand wird ausgetauscht

Galeria Kaufhof tauscht fast den komplette Vorstand aus. Nur Finanzchef Guido Mager darf bleiben. Quelle: dpa

An diesem Freitag wollen Kaufhof und Konkurrent Karstadt ihren Fusionsdeal endgültig abschließen. Doch der Vollzug der Fusion wird von Querelen um die Lage beim Kaufhof überschattet. Was nun Konsequenzen hat.

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Der Warenhauskonzern Karstadt greift nach dem Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Galeria Kaufhof im Top-Management durch. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur müssen alle Vorstände ihren Hut nehmen – mit einer Ausnahme. Die operative Führung des fusionierten Unternehmens wird Karstadt-Chef Stephan Fanderl übernehmen. Die freiwerdenden Posten im Top-Management bei Galeria Kaufhof sollen Karstadt-Leute besetzen.

Für den Chef von Galeria Kaufhof, Roland Neuwald, gibt es im Konzern keine Zukunft mehr, genauso wie für die Geschäftsführer Edo Beukema, Klaus Hellmich und Peter Herlitzius. Einzig Finanzchef Guido Mager bleibe auf seiner Position, hieß es im Umfeld des Unternehmens. „Der macht einen guten Job“, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Zuvor hatte die „WirtschaftsWoche“ über den Abgang von Neuwald berichtet.

Kaufhof-Chef Neuwald wird im Umfeld von Karstadt angelastet, dass sein angekündigtes Sanierungsprogramm „Turn 2 win“ sehr deutlich hinter den Erwartungen geblieben sei. Außerdem habe er das Vertrauen der Arbeitnehmer verloren, ohne die eine Sanierung aber nicht möglich sei.

Aus Unternehmenskreisen war zu hören, dass Fanderl mit der Situation bei Galeria Kaufhof hochgradig unzufrieden sei. Die Lage bei dem angeschlagenen Warenhausriesen soll noch schlechter sein als bei Vertragsunterzeichnung im Spätsommer erwartet worden war. Die Verluste würden immer größer, sagte eine Person, die die aktuellen Zahlen kennt.

Im Umfeld von Kaufhof wurde dieser Darstellung allerdings entschieden widersprochen. Dort heißt es, das Kaufhof-Sanierungsprogramm zeige inzwischen deutliche Erfolge. Die Kosten seien bereits um über 30 Millionen Euro gesenkt worden. Die Umsatzrückgänge beim Kölner Warenhaus seien gestoppt worden. Im Oktober und November seien die Geschäfte sogar wieder besser gelaufen als in den entsprechenden Monaten des Vorjahres.

Die Eigentümer von Galeria Kaufhof und Konkurrent Karstadt hatten vor einigen Wochen beschlossen, ihre beiden Warenhausketten zu verschmelzen. Das Kartellamt hat dem Deal bereits zugestimmt. Am Freitag soll das sogenannte Closing folgen, also der formale Abschluss des Deals.

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