Online-Discounter Schnäppchenschleuder Lesara startet in der Schweiz

Investoren wollen den Berliner Online-Discounter Lesara zum Netz-Rivalen von Tchibo hochrüsten. Jetzt bekommt das Projekt einen neuen Schub.

Was die Deutschen online kaufen
Blumen Quelle: dpa
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Platz 8: Haushaltsgeräte Quelle: obs
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Platz 1: Kleidung Quelle: dpa
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Bücher Online-Versandhandel Quelle: Screenshot

Die "Taschenuhr mit Engel-Motiv" im "angesagten Vintage-Stil" gibt’s für 9,99 Euro. Ein Mini-Kleid in "Leder-Optik" wird für 19,99 Euro feilgeboten. Und der „Figurformende Bauchgurt“ kostet 12,99 Euro. Willkommen beim Netz-Discounter Lesara!
Wer sich im Online-Shop des Berliner Start-ups umschaut, fühlt sich unwillkürlich an eine wilde Mischung aus Tchibo, Praktiker und Groupon erinnert.
An sämtlichen Artikeln sind alte Preise durchgestrichen, knallig rot darunter leuchtet der neue Tarif nebst Sparversprechen. Die Botschaft ist klar: Hier spricht der Preis. Wie kaum ein anderer Online-Händler setzt Lesara auf das Billig-Prinzip als entscheidenden Kaufanreiz.

Die größten Discounter der Welt 2014

Das Kalkül des Gründers Roman Kirsch scheint aufzugehen. Vor einem Jahr hat er die organisierte Preispurzelei gestartet. Inzwischen hat Lesara nach eigenen Angaben rund 100.000 Kunden beliefert, ein Sortiment von 14.000 Produkten aufgebaut und jüngst neue Investoren überzeugt. Nun will das Management des Billigheimers die Auslandsexpansion vorantreiben.

Bis dato ist der Online-Discounter in Deutschland, Luxemburg und Österreich aktiv, nun kommt auch die Schweiz dazu. Die Alpenrepublik sei „einer der teuersten Konsumentenmärkte der Welt“, sagt Lesara-Chef Kirsch, nirgendwo sonst gebe es eine so „hohe Diskrepanz zwischen Preis und Leistung“. Daher habe sich das Management für die Expansion in die Schweiz entschieden, so Kirsch.

Ziel: Pan-europäischer Online-Discounter

Läuft alles nach Plan, ist das nur ein Zwischenschritt. Erklärtes Ziel der Netz-Billigheimer ist es, „die Marktlücke im Online-Handel als erster pan-europäischer Online-Discounter auszufüllen“. Im Klartext: die Berliner wollen ihre Schnäppchenschleuder europaweit ausrollen. Davon ist Lesara zwar noch weit entfernt, doch immerhin gelang es Kirsch bereits, prominente Geldgeber für Lesara zu gewinnen.

So beteiligte sich Ex-Puma-Chef Franz Koch an dem Start-up. „Was Tchibo, Aldi und Lidl seit Jahren machen, überträgt Lesara ins Internet", gab Koch vor wenigen Monaten zu Protokoll. „Es gibt zwar viele Online-Shops, aber keinen Discount-Spezialisten", so Koch damals. „Das ist für mich ein Erfolg versprechendes Geschäftsmodell.“

In Arbeit
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Auch der frühere StudiVZ-Chef Michael Brehm und mehrere Risikokapitalgeber wie Partech Ventures aus Frankreich sind bei Lesara engagiert. Vor kurzem kam bei einer weiteren Finanzierungsrunde auch Mangrove Capital Partners dazu. Die Luxemburger haben unter anderem den Shopping-Klub Brands4Friends mitfinanziert.

Bei der Investorenansprache kam Kirsch zugute, dass er Erfahrung im Start-up-Business hat: Der WHU-Absolvent hat das Design-Portal Casacanda aufgebaut und wenige Monate später an das US-Vorbild Fab.com verkauft. Allerdings musste die Design-Plattform anschließend in Deutschland Stellen streichen.

Mit dem Investorengeld wird nun die Expansion finanziert. Neben dem Start in der Schweiz sollen auch ein Einkaufsbüro und ein Versandzentrum in China aufgebaut werden. Ab Anfang 2015 will sich Kirsch dann mit Lesara auch in erste Länder jenseits des deutschsprachigen Raums vorwagen.

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