Online-Händler Zalando geht offenbar an die Börse

Sorgt Zalando bald für Glücks-Schreie unter Börsianern? Europas größter Online-Händler will offenbar bis Herbst 2014 an die Börse gehen.

Schon lange halten sich die Gerüchte, dass es Online-Händler Zalando an die Börse treibt. Quelle: dpa

Der Berliner Online-Schuh- und Modehändler Zalando soll noch im dritten Quartal diesen Jahres an die Börse gehen. Das berichtet das Hamburger Wirtschaftsmagazins "Bilanz". Laut dem Magazin ist dieser Schritt bei einem Treffen des Managements in Berlin entschieden worden.

Das Unternehmen habe die Investmentbanken Credit Suisse, Morgan Stanley und Goldman Sachs mandatiert, um einen Börsengang im September vorzubereiten, sagten zudem zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Als Handelsplatz sei die US-Technologiebörse Nasdaq im Gespräch.

Zalando äußerte sich zu den Berichten zurückhaltend. "Wir konzentrieren uns darauf, was für das Unternehmen das Beste ist - auf das operative Geschäft", sagte ein Sprecher. "Wir prüfen immer alle Optionen für das Unternehmen, dazu mag auch ein Börsengang gehören."

Neu sind die Spekulationen über einen Börsengang Zalandos nicht. Ende 2014, spätestens Anfang 2015 könnte die Aktie starten, hieß es zuletzt immer wieder in Finanzkreisen.

Zalando auf einen Blick

Der größte Investor Zalandos, die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik, hatte dem Unternehmen zuletzt einen Wert von 3,9 Milliarden Euro beigemessen. Andere Analysten beziffern den Wert gar auf mehr als fünf Milliarden Euro.

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Europas größter Online-Modehändler setzte 2013 knapp 1,8 Milliarden Euro um, 52 Prozent mehr als im Jahr davor. Damit ist Zalando aber weniger schnell gewachsen als zuvor: Zwischen 2011 und 2012 hatten sich die Umsätze verdoppelt.

Profitabel ist das Unternehmen bislang nicht, im vergangenen Jahr machte es einen Verlust von etwa 118 Millionen Euro. Nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Zalando in den schwarzen Zahlen.

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