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Online Handel Versandhändler Otto macht mobil

Otto geht in die Offensive. In Zukunft will der Versandgigant mehr als die Hälfte des Online-Umsatzes über mobile Endgeräte abwickeln und mit dem Start neuer Modeshops gegen Rivalen wie Amazon und Zalando punkten.

Was die Deutschen online kaufen
Blumen Quelle: dpa
Telekommunikation/Handy Quelle: dapd
Platz 8: Haushaltsgeräte Quelle: obs
Möbel, Sofa Quelle: Screenshot
Platz 1: Kleidung Quelle: dpa
Modelleisenbahn Quelle: dpa/dpaweb
Bücher Online-Versandhandel Quelle: Screenshot

Ein Online-Shop für Mode, Zielgruppe junge Frauen – das klingt eher nach „gibt’s-doch-schon“ als nach einem spektakulären Wurf im E-Commerce. Trotzdem: Für das Hamburger Versandimperium Otto genießt das „Projekt Collins“, so der interne Name für das geplante Fashion-Start-Up, oberste Priorität. „Wir glauben, dass wir da etwas richtig Großes im Online-Handel hinlegen werden“, hatte Konzernchef Hans-Otto Schrader im Interview mit der WirtschaftsWoche bereits vor Monaten angekündigt und hohe Erwartungen geschürt. Nun wurden neue Details bekannt: Demnach soll „Collins“ als eine Art Online-Ökosystem mit mehreren Spezialshops  bei den Kundinnen punkten. Starttermin ist der 5. Mai.

Ottos Mode-Vorstoß wird in der Branche mit Spannung verfolgt. Zum einen fragt sich die Zunft,  ob es dem Traditions-Konzern wirklich gelingt, Online-Player wie Zalando mit einem neuen Format in die Schranken zu weisen. Zum anderen reizt die Konstellation der beteiligten Personen:  Benjamin Otto, Sohn des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Otto und Enkel des Unternehmensgründers Werner Otto leitet das Projekt. Für ihn ist es eine Art Feuertaufe. Der Junior soll sich auf diese Weise für höhere Aufgaben empfehlen, heißt es in der Branche.    

In Arbeit
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„Collins“ ist indes Teil einer ganzen Reihe von Otto-Projekten, die sich um das Thema Mobile Commerce drehen, also den Online-Handel über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Bis 2016 werde Otto über derlei Geräte mehr als die Hälfte des Online-Umsatzes abwickeln, sagte Rainer Hillebrand, stellvertretender Konzernchef und verantwortlich für die Online-Strategie. Dabei geht es nicht um Kleingeld. Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte der Konzern  mit seinen weltweit mehr als 100 Online-Shops über sechs Milliarden Euro um, das sind 400 Millionen Euro mehr als im Jahr davor. Bis 2015 sollen es acht Milliarden Euro Online-Umsatz werden. Otto ist damit nach Amazon der zweitgrößte Online-Händler weltweit.

Welches Potenzial das Mobil-Geschäft hat, zeigen auch die Ergebnisse eine gemeinsamen Studie von Otto und Google. Demnach besitze schon heute jeder zweite Einwohner ein Smartphone und jeder fünfte ein Tablet, bei weiter steigender Verbreitung. Die meisten Nutzer seien kontinuierlich im Netz, „always on“. Damit werde das Smartphone für einen Händler zum wichtigsten Zugang zum Kunden.

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