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Parfümeriekette Douglas weitet Verluste aus – Gespräche über KfW-Hilfen pausieren

Das Ergebnis der Parfümeriekette geht im zweiten Quartal zurück. Die Gespräche mit der Förderbank liegen auf Eis: Ihre Anforderungen seien schwer zu erfüllen.

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Die Krise macht dem Unternehmen zu schaffen. Quelle: picture alliance/dpa

Die Parfümeriekette Douglas bekommt die Folgen der Coronakrise massiv zu spüren. Der Umsatz brach im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 um 9,9 Prozent auf 656 Millionen Euro ein, unter dem Strich schrieb die Kette einen Verlust von 51 (Vorjahr: 19) Millionen Euro, wie sie am Mittwoch mitteilte.

„Wir gehen davon aus, dass das dritte Quartal weiter signifikant von Corona beeinflusst ist“, sagte Finanzchef Matthias Born der Nachrichtenagentur Reuters.

Douglas hatte bereits mit der KfW über Hilfen verhandelt, doch die staatliche Förderbank habe Anforderungen gestellt, die schwer zu erfüllen seien. „Deshalb gibt es in den Gesprächen eine Pause“, sagte der Manager. „Wir gehen davon aus, dass wir es ohne staatliche Unterstützung bis ins Weihnachtsgeschäft schaffen werden.“

Douglas hatte in den vergangenen Jahren das Online-Geschäft massiv ausgebaut, die Kette steuerte auf Wachstumskurs. Noch im ersten Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft hatte Douglas soviel umgesetzt wie nie zuvor, auch bis Februar stiegen die Erlöse.

Doch dann kam die Coronakrise. Im März mussten fast alle der europaweit 2400 Filialen schließen, der Umsatz brach in dem Monat um 40,2 Prozent ein. Die Filialen öffnen in Europa nun langsam wieder, aber die Krise wird auch im laufenden dritten Quartal deutliche Spuren in den Bilanzen hinterlassen: „Sowohl der Umsatz als auch das operative Ergebnis werden noch weit unter einem normalen Ergebnis liegen.“

Gespräche über Mieten

Der Finanzchef will nun das Geld zusammenhalten. „Wir haben mit den Lieferanten geredet und um verlängerte Zahlungsziele gebeten.“

Eine weitere Stellschraube sind die Mieten: „Wir sind in ganz Europa an die Vermieter herangetreten und haben gesagt, dass wir keinen Umsatz in den Filialen erzielen können.“ Auch im deutschen Heimatmarkt gebe es „intensive Diskussionen über einen Beitrag der Vermieter (..) und auch Gespräche darüber, die Mieten dauerhaft zu senken“. Douglas beantragte auch Kurzarbeit, „das bringt viel auf der Kostenseite“.

Er versicherte zudem, dass die Eigner kein Kapital nachschießen müssten. Douglas gehört mehrheitlich dem Finanzinvestor CVC. Ob die Kette das Geschäftsjahr mit einem Verlust oder Gewinn abschließen werde, sei offen: „Das ist noch nicht abzusehen.“

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