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Pedro Castro "Wir werden uns in Deutschland durchsetzen"

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Amerika ist ein Wachstumsmarkt

Die USA sind doch kein Wachstumsmarkt. Und Duty-Free-Läden spielen da fast keine Rolle.
Genau das macht die USA zu einem Wachstumsmarkt. Das Land ist als nach Passagieren größter Reisemarkt der Welt und mit den richtigen Läden sowie der richtigen Präsentation geht da noch eine Menge. Noch sind die Läden in den Terminals fast wörtlich an den Rand gedrängt, weil es vor allem um schnelle Abfertigung geht. Doch wir haben gezeigt, dass die von uns erfundenen Läden zum Durchlaufen auf dem Weg zum Gate für kräftige Zuwächse beim Umsatz sorgen können und die Abfertigung nicht stören.

Warum ist Ihr Unternehmen an den großen Flughäfen in den arabischen Emiraten kaum präsent?
In den Emiraten liegen Fluglinien, Flughäfen und eben auch die Läden in einer Hand. Da ist es für Außenseiter nicht ganz leicht reinzukommen. Aber wir sind sehr erfolgreich in Kuwait, Saudi-Arabien und Jordanien. Das werden wir ausbauen.

Die kuriosesten Schmuggler-Artikel
Knochen und ausgestopfte TiereEine skurrile Sammlung mit mehr als 80 ausgestopften Körpern, Schädeln und Knochen von meistens streng geschützten Tieren haben Zollfahnder in Düsseldorf sichergestellt. Sie hatten Postpakete aus Indonesien geöffnet, die bei einer Routinekontrolle aufgefallen waren, wie der Zoll in Essen mitteilte. In den Paketen befanden sich das Skelett eines Hornvogels sowie ein Affenarm - die erforderlichen Einfuhrgenehmigungen konnte der Adressat, ein 51-jähriger Mann aus Düsseldorf, nicht vorlegen. Bei der Durchsuchung seiner Wohn- und Geschäftsräume fanden die Zollfahnder unter anderem einen Wirbelknochen eines Wales und einen mit einer SS-Mütze dekorierten ausgestopften Turmfalken. Die Ermittlungen dauern an. Quelle: dpa
Medikamente, Uhren, Textilprodukte und Smartphones: Die Angebotspalette der Produktpiraten wächst weiter. Allein 2012 wurden in der Europäischen Union Waren im Wert von einer Milliarde Euro sichergestellt. In Deutschland machten gefälschte Waren 127 Millionen Euro aus. Beschlagnahmt wurden hier 24 000 Fälschungen. Der Vizepräsident der EU-Kommission Antonio Tajani stellte am Dienstag in Köln eine Kampagne gegen Produktpiraterie vor, mit der besonders die Verbraucher mit ins Boot geholt werden sollen. Die EU setzt dabei verstärkt auf Aufklärung über die mit diesen Produkten verbundenen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken. Quelle: dpa
ZigarettenAlleine am Hamburger Hafen haben Zollfahnder 53 Millionen Schmuggelzigaretten sichergestellt - das ist der größte Fund in den vergangenen acht Jahren. Kurios ist dazu noch der Ort, wo sie versteckt waren: hinter einer Tarnladung aus Handtüchern. Quelle: dpa
WaffenIm März hat das Zollkriminalamt bekanntgegeben, dass der Waffenschmuggel aus Deutschland zu nimmt. 1,55 Millionen Schuss Munition seien demnach 2012 sichergestellt wurden - doppelt so viel wie im Vorjahr. Wieder ist der Hauptumschlagplatz der Hamburger Hafen. Außerdem stellte der Zoll 2012 5166 Kriegswaffen und 1,5 Millionen Schuss Munition sicher. Quelle: dpa
DrogenIn Windeln, im Magen oder weniger versteckt im Handgepäck: Was hat man nicht schon alles gehört, wo und wie Drogen am Flughafen oder Hafen geschmuggelt werden können. Erst kürzlich fand ein Obsthändler in Griechenland in einer Fracht Bananen aus Kolumbien 280 Kilogramm Kokain. Der deutsche Zoll beschlagnahmte vergangenes Jahr 29 Tonnen Rauschgift, darunter 401 Kilo Heroin. Quelle: dpa
EisbärenfellVielleicht hat die Zollfahnder schon der große Koffer stutzig gemacht: In einem Trolley fanden sie ein riesiges Eisbärenfell. Gerne wird aus Asien auch Bärengalle mitgebracht - sie soll gegen körperliche Beschwerden helfen. Quelle: dpa
Schildkröten und andere exotische TiereSie werden in Koffern versteckt und häufig in unvorstellbaren Mengen geschmuggelt: In Bangkok wurden vor einigen Jahren 1140 Schildkröten in vier Koffern sichergestellt. In München versuchte ein Australier 36 lebendige Babyschlangen im Handgepäck - einem Stoffbeutel - nach draußen zu bringen - sie wurden als "ungefährlich" eingestuft. Hauptsächlich an den Flughäfen stellte der Zoll 2012 außerdem in 1100 Fällen über 71.000 geschützte Tier- und Pflanzenarten sowie daraus hergestellte Waren sicher. Quelle: dpa

Müssen Sie nicht auch deshalb mehr außerhalb Europas wachsen, weil die Flughäfen immer mehr Geld von Ihnen wollen? Die Airports senken unter dem Druck der Fluglinien die Landegebühren und wollen mehr Geld von den Ladenbesitzern.
Das mag im Einzelfall so sein. Geld ist natürlich in jedem Vertrag wichtig. Doch wir spüren auch eine andere Denkweise. Flughäfen wollen sich als Marke etablieren und sehen Läden als Teil eines Reiseerlebnisses. Dabei sind wir die beste Hilfe der Airports. Gute Shops überzeugen mehr Passagiere von einem Flughafen zu starten, statt von einem anderen. Darum haben wir hier in Düsseldorf die Läden bis in die Details zusammen mit der Betreibergesellschaft gestaltet.

Das größte Argument für Flughafenläden waren lange Zeit die niedrigen Preise. Stimmt das noch? Elektronik, Süßigkeiten oder Alkohol kosten am Flughafen nicht weniger als in deutschen Läden.
Bei Elektronik und Schokolade stimmt das. Bei Spirituosen nicht unbedingt. Wir sind im Schnitt billiger und bei einigen Dingen sogar um bis zu 20 Prozent.

Zehn praktische Reise-Apps
PocketMit Pocket kann man Artikel, Bilder oder Videos speichern, die man sich später ansehen möchte. So lassen sich teure Roaming-Gebühren im Ausland vermeiden. Denn was einmal in Pocket gespeichert ist, kann ohne Internet-Verbindung aus allen Geräten abgerufen werden. Damit entfällt auch das lästige Sich-selbst-Links-per-E-Mail-schicken. Sichern kann man sich sowohl Browser-Inhalte als auch solche aus Apps wie etwa Twitter, Feedly oder Flipboard. Die App gibt es für iOS und Android. Preis: kostenlos Quelle: Screenshot
GateGuruDer GateGuru macht Flugreisen angenehmer. Er liefert Informationen zu 180 Flughäfen in den USA, Kanada, Europa und Asien - es sind auch zwei australische Airports dabei. Er hält alle Infos über aktuelle und kommende geplante Flugreisen bereit, zeigt Infos über Wartezeiten beim Sicherheitscheck, Restaurants, Shops und andere Services an. Auch Tipps anderer Reisender, Bewertungen und zehntausende Fotos sind in der App abrufbar. Erhältlich für iOS, Android und Windows. Preis: kostenlos Quelle: Screenshot
Hotel TonightDie App wurde vor allem dadurch bekannt, dass sie Last-Minute-Angebote in Hotels zu günstigen Preisen bietet. Wer spontan ist und bis zu einer Woche im Voraus buchen möchte, ist hier richtig. In nur zehn Sekunden ist die Buchung gemacht. Die App bietet auch eine Sortierung nach Themen (zum Beispiel "Hip" oder "Luxus") und eine Rund-um-die-Uhr-Beratung. Zu haben ist sie für iOS, Android und Windows. Preis: kostenlos Quelle: Screenshot
CitymapperWer in einer fremden Stadt unterwegs ist, braucht nun oft keinen Faltplan mehr: Über Citymapper kann man sich durch die Metropolen Berlin, London, Paris, Madrid, Mailand, Rom, New York, San Francisco, Chicago, Boston und Washington navigieren lassen - auch Busse, Bahnen oder Radwege sind enthalten. Es gibt eine Web-Version sowie eine App für Android und iOS. Preis: kostenlos Quelle: Screenshot
Packing ProNie wieder das miese Gefühl, beim Kofferpacken doch irgendwas Wichtiges vergessen zu haben: Mit der App Packing Pro für Apples iOS kann man sich anhand von Parametern wie Geschlecht, Anzahl der Kinder, Reisetage oder Wetter am Reiseziel voreingestellte Listen anzeigen lassen. Aber auch individuelle Checklisten können erstellt und abgespeichert werden. Preis: 2,99 Dollar für die Pro-Version, es gibt im deutschen Store auch eine Basis-Version für 0,89 Euro Quelle: Screenshot
HappyCowWer als Vegetarier oder Veganer auf Reisen ist, weiß, wie schwierig es in vielen Ländern ist, entsprechende Lokale und Shops zu finden, die solche Speisen und Produkte anbieten. Die App HappyCow bietet hier Abhilfe: Hier kann man in verschiedenen Städten rund um den Globus nach Vegetarier-freundlichen Anlaufstellen suchen. Erhältlich ist die App für Android, iOS und Windows Phone.Preis: 1,99 Euro für Android, 2,69 Euro für iOS und 2,99 Euro für Windows. Zum Ausprobieren gibt es eine abgespeckte Gratis-Version für Android Quelle: Screenshot
RoadtrippersWer einen Roadtrip durch die USA plant, sollte diese App an Bord haben. Sie bietet Tipps für Sehenswürdigkeiten, Rastplätze, Campinganlagen, Hotels und mehr. Außerdem gibt es zahlreiche Bilder, Bewertungen, Empfehlungen, Adressen und Telefonnummern, um den Trip zu planen. Die App gibt es für Android und iOS. Preis: kostenlos Quelle: Screenshot

Aber doch vor allem bei Tabak.
Auch bei anderen Dingen. Deshalb garantieren wir jedem Kunden: wenn er seine Sachen im gleichen Ort billiger sieht, erstatten wir die Differenz. Darauf achten die Flughäfen. Denn zu teure Läden bringen nicht nur kein Geld. Sie werfen ein schlechtes Licht auf den Flughafen und schaden seiner Marke.

Welche Neuerungen planen Sie denn für Ihre Läden in Zukunft?
Lassen Sie sich überraschen. In jedem Fall werden wir die Produkte noch besser präsentieren und öfter die Möglichkeit bieten, Dinge auszuprobieren.

Ist das für Sie nicht sehr aufwändig und teuer?

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Aber es lohnt sich. Im Schnitt kaufen 70 Prozent der Kunden ein Produkt wenn sie es probiert haben. Und ihr Umsatz ist dann doppelt so hoch wie in einem normalen Laden. Dazu unterstützen uns die Hersteller von Kosmetik, Düften oder Spirituosen durch besondere Angebote. Bei uns bekommen sie schnell eine Resonanz wenn sie neue Produkte einführen oder auch nur bei etablierten die Präsentation ändern.

Heißt das Ihre Bestseller ändern sich häufig?
Nicht ganz. Am Ende sind Klassiker wie der Duft Chanel #5 ebenso Topseller wie lokale Produkte, etwa in Düsseldorfer der Kräuterlikör Killepitsch.

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