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Preisbildung Kartellamt verhängt Millionenbuße gegen Lautsprecherhersteller Bose

Durch Absprachen mit Händlern soll der Konzern eine freie Preisbildung verhindert haben. Bose ist nicht das einzige Unternehmen, das Strafe zahlen muss.

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Das Unternehmen hatte nach Angaben der Behörde bei seinen Vertragshändlern darauf hingewirkt, dass etwa Kopfhörer oder Lautsprecher nicht erheblich unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung angeboten wurden. Quelle: picture alliance / Karsten Lemm

Wegen Behinderung des Preiswettbewerbs hat das Bundeskartellamt eine Geldbuße in Höhe von knapp sieben Millionen Euro gegen den Lautsprecherhersteller Bose verhängt. „Wir werfen der Bose GmbH vor, über Jahre hinweg die freie Preisbildung bei dem Vertrieb ihrer Audioprodukte durch beteiligte Vertragshändler eingeschränkt zu haben“, sagte der Präsident der Wettbewerbsbehörde, Andreas Mundt, am Donnerstag in Bonn.

Das Unternehmen hatte nach Angaben der Behörde bei seinen Vertragshändlern darauf hingewirkt, dass etwa Kopfhörer oder Lautsprecher nicht erheblich unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) angeboten wurden. Teilweise sei auch konkret eine Anhebung der Verkaufspreise vereinbart worden. „Das geht zu Lasten des Preiswettbewerbs und grundsätzlich zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagte Mundt.

Die Einhaltung der Preisabsprachen sei von Bose-Mitarbeitern auch kontrolliert worden. Die Händler selbst hätten Bose dabei dadurch unterstützt, dass sie sich bei dem Unternehmen über in ihren Augen zu niedrige Verkaufspreise anderer Vertragshändler beschwerten.

Der Fall steht in einer Reihe mit Bußgeldern, die die Behörde in jüngster Vergangenheit gegen Hersteller von Musikinstrumenten und Schulranzen verhängt hatte. „Die Botschaft ist klar: Vertikale Preisbindung wird nicht toleriert und konsequent verfolgt“, sagte Mundt.

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    Bei der Bußgeldfestsetzung sei berücksichtigt worden, dass Bose mit dem Bundeskartellamt umfassend kooperiert habe und das Bußgeld akzeptiert habe, betonte die Behörde. Der Bußgeldbescheid ist rechtskräftig. Eingeleitet wurde das Verfahren im Zusammenhang mit einem Amtshilfeersuchen der österreichischen Wettbewerbsbehörde und einer Durchsuchungsaktion im März 2018.

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