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Quartalszahlen Schleppendes China-Geschäft bremst Nestlé

Der Verkauf von L'Oreal-Beteiligung sorgte bei Nestle für einen Gewinnsprung. Der Reingewinn stieg um 4,4 Milliarden auf 14,5 Milliarden Franken. Doch wegen des schlechten Chinageschäfts ging der Umsatz leicht zurück.

Nestlé lotet Verkauf von Tiefkühl-Sparte aus
Davigel vor Verkauf?Drei mit der Situation vertrauten Personen zufolge lotet Nestlé einen Verkauf der Tochter Davigel aus. Der Hersteller von Tiefkühlkost für Restaurants und Krankenhäuser dürfte den Insidern zufolge rund 300 Millionen Euro wert sein. Mögliche Käufer seien die Nahrungsmitteldienstleister Brake Brothers, Booker Group und Sodexho sowie Finanzinvestoren. Offensichtliche Kandidaten sind einem der Insider zufolge Bain sowie Clayton, Dubilier & Ric , weil beide in der Vergangenheit in die Branche investiert hätten. Im Oktober hatte Nestle-Chef Paul Bulcke schwächelnde Geschäftsbereiche mit dem Schlagwort "in Ordnung bringen oder verkaufen" zur Disposition gestellt. Kurz darauf gaben die Schweizer den größten Teil der kränkelnden Diätsparte Jenny Craig an den US-Finanzinvestor North Castle Partners ab. Das US-Tiefkühl-Pasta-Geschäft ging im Januar an Brynwood Partners. Am 3. Februar 2014 meldete Nestle den Verkauf des Energieriegel-Herstellers PowerBar an die amerikanische Post Holdings. Analystenschätzungen zufolge könnte Nestle Geschäfte im Umfang von fünf bis 15 Milliarden Franken Umsatz abgeben. An der Börse wird gerätselt, ob sich Nestle auch von ihrer 30-Prozent-Beteiligung an dem französischen Kosmetikkonzern L'Oreal trennen könnte. Nestlé zählt zu den größten Nahrungsmittelkonzernen der Welt. Seinen Ursprung hat das Unternehmen 1843. Wie alles begann... Quelle: Screenshot
Nestlé-Logo Quelle: dpa
Screenshot eines Bildes auf der Flickr-Seite Quelle: Screenshot
Historische Maggi-Reklame Quelle: dpa
Kosmetik von L´Oreal Quelle: REUTERS
Nespresso-Kapseln Quelle: dpa
Schweizer Börse Quelle: REUTERS

Ein schleppendes Geschäft in China und die flaue Konjunktur in Europa haben den Schweizer Nahrungsmittelriesen Nestle im vergangenen Jahr gebremst. Der Umsatz sank 2014 um 0,6 Prozent auf 91,6 Milliarden Franken, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Dass sich unter dem Strich ein Gewinnsprung um 4,4 Milliarden auf 14,5 Milliarden Franken ergab, war dem Verkauf der Beteiligung am französischen Kosmetikkonzern L'Oreal sowie der Neubewertung einer Beteiligung zu verdanken. Das operative Ergebnis stagnierte bei 14 Milliarden Franken.

Das organische Wachstum, das für den Konzern eine wichtige Kennzahl darstellt, sank auf 4,5 Prozent von 4,6 Prozent in Jahr zuvor. Nestle blieb zum zweiten Mal in Folge hinter seinem Mittelfristziel von fünf bis sechs Prozent Wachstum zurück. Im laufenden Jahr peilt Konzernchef Paul Bulcke ein organisches Wachstum von "rund fünf Prozent" an. "Wir erwarten, dass 2015 ähnlich wie 2014 wird", erklärte Bulcke.

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Das Europageschäft bezeichnete Nestle als unbeständig. Ein im Laufe des Jahres steigender Deflationsdruck und ein sehr schwaches Konsumentenvertrauen habe den Spielraum für Preiserhöhungen eingeschränkt. In China habe Nestle auf die sich schnell ändernden Erwartungen der Verbraucher reagieren und seine Warenbeständen anpassen müssen.

Analysten hatten mit einem Umsatz von 91,4 Milliarden Franken und mit einem Gewinn von gut zehn Milliarden Franken gerechnet. Auch die Konsumgütergruppe Unilever sieht dieses Jahr kein stärkeres Wachstum als 2014. Der Konzern rechnet mit einer Zunahme des Umsatzes um zwei bis vier Prozent.

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