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Reisen Comeback der Dienstreise: Lufthansa und Deutsche Bahn erwarten Zunahme von Geschäftsreisen

Insbesondere in Deutschland und Europa ziehe die Nachfrage der Unternehmen nach Flugreisen wieder deutlich an, sagte der Lufthansa-Vorstand. Quelle: dpa

Die Airline erwartet im dritten und vierten Quartal eine Vervielfachung von Dienstflügen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch die Deutsche Bahn zeigt sich vorsichtig optimistisch.

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Aufgrund der gesunkenen Corona-Infektionszahlen wächst nach Angaben der Lufthansa die Nachfrage nach Dienstreisen – und auch die Deutsche Bahn rechnet mit mehr geschäftlichen Fahrten. „Wir erleben derzeit ein Comeback der Dienstreise.

Gerade in Deutschland und Europa zieht die Nachfrage der Unternehmen nach Flugreisen wieder deutlich an“, sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister der „Welt am Sonntag“. „Seit vier Wochen registrieren wir eine verstärkte Nachfrage nach dienstlichen Flügen für September, Oktober und November. Das ist ein deutliches Signal.“

Hohmeister erwartet, dass die Dienstflüge im dritten und vierten Quartal dieses Jahres lediglich 30 bis 40 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen dürften. „Das ist aber eine Vervielfachung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“, sagte er. „Ich schätze, dass wir als Lufthansa bei den Dienstreisen am Ende wieder bei 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus landen werden.“



Bereits im Juni hatte der Vertriebsleiter der Lufthansa-Konzernfluglinien, Stefan Kreuzpaintner, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche klar gemacht, dass die Geschäftsreise nicht tot sei.

Auch insgesamt zeigte er sich im WiWo-Interview positiv gestimmt, was die Entwicklung der Flugstrecken betrifft. „Bei einigen Zielen haben wir ein Nachfrageplus von 200 Prozent“, so Kreuzpainter im Juni.

Der Personenverkehrsvorstand der Deutschen Bahn (DB), Berthold Huber, sagte der „Welt am Sonntag“: „Die Geschäftsreisenden werden wieder in die Züge zurückkehren.“ Die Bahn werde besonders vom Comeback der Dienstreise profitieren, weil die geschäftlichen Fahrten bei immer mehr Unternehmen möglichst klimafreundlich abgewickelt werden sollen.

Nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR), Hans-Ingo Biehl, schicken kleine mittelständische Unternehmen eher Mitarbeiter auf Dienstreisen als Großkonzerne, die weiter sehr vorsichtig seien.

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Auch Biehl bestätigt, dass der Wunsch nach mehr persönlichem Austausch bei vielen Unternehmen wieder da sei: „Fraglich ist jedoch, ob das Infektionsgeschehen das zulässt.“ Entsprechend vorsichtig ist die Prognose: Möglich sei, dass bis Ende des Jahres die Dienstreisen wieder 50 Prozent oder mehr des Vorkrisenniveaus erreichten.

Mehr zum Thema: Die Geschäftsreise ist nicht tot, meint Stefan Kreuzpaintner. Lesen Sie hier das Interview mit dem Vertriebsleiter der Lufthansa-Konzernfluglinien über die Rückkehr der Geschäftsreisenden, die Rolle des Mittelstands und die neuen Angebote zum nachhaltigen Fliegen.

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