Restrukturierung Der neue Vorstandschef baut Hochtief um

Marcelino Fernández Verdes ist seit wenigen Monaten Vorstandschef bei Hochtief. In einem Interview mit dem Handelsblatt kündigt er Umstrukturierungen an. Mitarbeiter befürchten Kündigungen.

Marcelino Fernandez Verdez: Der Vorstandsvorsitzende der Hochtief AG kündigt Umstrukturierungen an. Quelle: dpa

DüsseldorfMarcelino Fernández Verdes räumt bei Hochtief auf. „Wir werden das Unternehmen in Europa umbauen“, kündigt er in einem Interview mit dem Handelsblatt an. Ziel sei es, „kürzere Wege und einfachere Prozesse“ zu erreichen. Er will so „mehr Verantwortung und unternehmerisches Denken aus der Holding in Essen auf die operativen Sparten übertragen“.

Wie er in seinem ersten Interview als Hochtief-Chef sagte, werden deshalb viele Verwaltungsmitarbeiter „künftig direkt bei den operativen Einheiten“ arbeiten. Was mit den verbliebenen Beschäftigten in der Verwaltung geschieht, ließ er offen. Mitarbeiter befürchten dort einen Personalabbau.

Außerdem kündigte er Veränderungen im Management von Deutschlands größtem Baukonzern an. Zurzeit gibt es nur zwei Vorstände an der Konzernspitze, Fernández als Vorstandschef und Finanzvorstand Peter Sassenfeld. Künftig seien „womöglich drei weitere Vorstände nötig für die Sparten Amerika, Asien und Europa.“ So will er die Sparten enger an den Konzern binden und Probleme wie bei der Beteiligung Leighton in Australien vermeiden.

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