Rewe-Chef Caparros "Edeka trickst bei Tengelmann-Übernahme mit den Zahlen"

Exklusiv

Der Rewe-Chef Alain Caparros kritisiert das Verhalten von Edeka beim Buhlen um Kaiser's Tengelmann. Er wirft dem Konkurrenten vor, mit falschen Zahlen zu bedrohten Arbeitsplätzen operieren.

Der Vorstandsvorsitzende der Rewe Group, Alain Caparros. Quelle: dpa

Edeka soll nach Darstellung des Konkurrenten Rewe bei der versuchten Übernahme der Kaiser‘s- und Tengelmann-Filialen mit falschen Zahlen zu bedrohten Arbeitsplätzen operieren.

Rewe-Chef Alain Caparros sagte im Interview mit der WirtschaftsWoche: „Bei den Zahlen wird massiv getrickst. Von Edeka gibt es bis heute keine eindeutige Aussage darüber, wie viele Mitarbeiter sie übernehmen wollen. Edeka wird die 16.000 Arbeitsplätze nicht retten.“

Das Kartellamt hatte die  Übernahme untersagt, nun will Edeka mit einer Sondergenehmigung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Übernahme doch noch erreichen. Für den Fall des Scheiterns der Pläne seien 16.000 Jobs bedroht, argumentierte Edeka.

Die größten Lebensmittelhändler Deutschlands

Falls die Ministererlaubnis erteilt werde, will Rewe dagegen gerichtlich vorgehen. „Wir werden alle rechtlichen Schritte nutzen, um einen Kauf durch Edeka zu verhindern. Das ist die letzte große Übernahme, die im deutschen Lebensmittelmarkt stattfinden kann“, kündigte der Rewe-Chef an. Es wäre fatal, wenn Marktführer Edeka trotz aller Wettbewerbsbedenken seine Dominanz weiter ausbauen könne.

Zugleich betonte Caparros: „Wir würden alle 16.000 Mitarbeiter von Kaiser’s Tengelmann übernehmen inklusive Zentrale, Produktionsstätten und Logistikzentren.“

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