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Risiko kaum nachweisbar Doch keine Krebs-Warnschilder in Cafés

Kaffeetrinker in Kalifornien können aufatmen. Ihr Morgentrunk muss jetzt doch nicht mit Gesundheitswarnungen versehen werden.

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Ein Warnhinweis in einem Cafe in Burbank, Kalifornien. Solche Schilder sollen künftig wieder verschwinden. Ein erhöhtes Krebsrisiko sei nach der Sichtung von über 1000 Studien nicht feststellbar gewesen, so die Gesundheitsbehörden. Quelle: AP

Los Angeles Kalifornische Behörden stemmen sich gegen ein Gerichtsurteil, das zu Warnhinweisen vor einem Krebsrisiko durch Kaffee verpflichtet. Am Freitag legte das Gesundheitsamt einen Vorschlag für eine Vorschriftsänderung vor, nach der das beliebte Gebräu künftig für sicher erklärt werden soll. Eine Prüfung von mehr als 1000 Studien, die von der Weltgesundheitsorganisation diese Woche veröffentlicht wurden, hätten nur unzureichende Belege geliefert, dass Kaffee krebserregend sei, hieß es zur Begründung.

Ende März hatte ein Richter in Los Angeles angeordnet, dass in Cafés in Kalifornien Warnungen vor einem potenziell krebserregenden Stoff im Kaffee aushängen müssten. Es geht um ein sogenanntes Karzinogen, das beim Rösten erzeugt wird. Die Substanz steht im Zentrum eines langjährigen Rechtsstreits zwischen der Kaffeeindustrie und einer gemeinnützigen Gruppe, die für die Beseitigung des Stoffs aus dem Röstungsprozess kämpft - oder für Warnetikette.

Eine Klage der Non-Profit-Organisation gegen Starbucks und andere Kaffeehäuser hatte im Frühjahr schließlich Erfolg. Sollten sich die Behörden nun mit dem Änderungsvorschlag durchsetzen, wäre dies ein großer Sieg für die Kaffeeindustrie, der nach ihrer Niederlage im Rechtsstreit massive Bußgelder drohen.

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