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Sainsbury's und Asda Britische Supermarktketten verbünden sich

Die britischen Ketten Sainsbury's und Asda schließen sich zusammen. Gemeinsam wollen sie den Vormarsch der deutschen Discounter stoppen.

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Im hart umkämpften britischen Lebensmittelhandel bahnt sich eine Mega-Fusion an. Quelle: dpa

London Die britischen Supermarktketten Sainsbury's und Asda schließen sich zusammen. Die Asda-Mutter Walmart erhalte knapp 3 Milliarden britische Pfund (rund 3,4 Milliarden Euro) und 42 Prozent des Kapitals des neuen Unternehmens, teilte Sainsbury am Montag in London mit. Asda würde so mit bis zu 7,3 Milliarden Pfund bewertet.

Zum Abschluss der Transaktion soll Walmart nicht mehr als 29,9 Prozent der Stimmrechte an dem fusionierten Unternehmen halten. Die Amerikaner blieben dabei ein langfristiger Investor.

Geführt werden soll das neue Unternehmen von dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand von Sainsbury's. Durch den Zusammenschluss entsteht ein Konzern mit einem Jahresumsatz von 51 Milliarden Pfund.

Mit der geplanten Fusion würde der Marktführer Tesco erheblich unter Druck geraten. Der Zusammenschluss könnte eventuell auch die deutschen Discounter Aldi und Lidl in die Schranken weisen: Sie sind in Großbritannien auf Erfolgskurs und ziehen Kunden ab. Gewerkschaftsvertreter fürchten den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze durch die angestrebte Fusion.

Sainsbury's belegt zurzeit den zweiten Platz auf dem britischen Markt, Asda den dritten. Bei einer Fusion hätten sie einen Marktanteil von 31,4 Prozent – und damit fast vier Prozent mehr als Tesco. Der Marktanteil der Discounter Aldi und Lidl liegt nach jüngsten Statistiken bei etwa 7 beziehungsweise 5 Prozent.

Die geplante Megafusion wäre der größte Deal in der Branche seit dem Jahr 2004. Damals übernahm Morrisons das Geschäft von Safeway. Die Kartellbehörden müssten dem Zusammenschluss allerdings noch zustimmen.

Asda ist vor allem in Nordengland vertreten, Geschäfte von Sainsbury's sind stärker im Süden Großbritanniens zu finden.

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