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Schienenverkehr Deutsche Bahn lässt schwere Metallteile im 3D-Druck produzieren

Die Deutsche Bahn druckt erstmal sicherheitsrelevante Ersatzteile aus Metall im 3D-Druckverfahren. So Soll die Produktionszeit verkürzt werden.

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Die Deutsche Bahn, druckt erstmals sicherheitsrelevante Ersatzteile aus Metall im 3D-Druckverfahren. Quelle: imago images / Christian Ditsch

Berlin Die Deutsche Bahn setzt inzwischen auch bei betriebsrelevanten Metallteilen auf den 3D-Druck. Rund fünf Prozent aller Ersatzteile sollen künftig auf diese Weise von den Zulieferern produziert werden, teilte die Bahn am Mittwoch in Berlin mit. Dazu gehören etwa sogenannte Radsatzlagerdeckel, die unter anderem Achsen vor auffliegendem Schotter schützen oder verhindern, dass Schmiermittel austreten.

Rund 17 Kilogramm wiegt ein solches Teil. Auch Kastenkulissen, die die Stabilität der Fahrzeuge in Kurven verbessern, zählen dazu. Schon länger lässt die Bahn per 3D-Druck Plastikteile wie Kleiderhaken und ähnliches produzieren.

Vor allem nicht-serienmäßig produzierte Einzelteile sollen fortan deutlich schneller verfügbar sein und die Reparaturzeiten der Züge auf diese Weise verringert werden. „Bei einzelnen Ersatzteilen kann es auf dem herkömmlichen Weg bis zu einem Jahr dauern, bis sie geliefert werden“, sagte Technik-Vorständin Sabina Jeschke. Der 3D-Druck eines solchen Teils dauere hingegen im Schnitt 50 Stunden. 28 Tage kämen hinzu, bis alle notwendigen Genehmigungen und Zertifizierungen durch die Prüfbehörden ausgestellt seien.

Er sei zuversichtlich, den Zulassungsprozess noch einmal um die Hälfte zu verkürzen, sagte der Leiter der Fahrzeuginstandhaltung, Gordon Falk. Dazu will die Bahn standardisierte Zertifizierungen bei den Zulieferern vorantreiben.

Pro Jahr benötigt die Bahn eigenen Angaben zufolge rund 200.000 Ersatzteile. Rund 10.000 davon sollen künftig aus dem 3D-Drucker kommen. Das Verfahren soll auch Gegenstand der Ausbildungslehrgänge werden.

Mehr: Wie verlässlich und pünktlich sind Flüge und Züge in diesem Sommer? In den nächsten Wochen geht es darum, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.

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