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Schifffahrtskonzern Franzosen nehmen Mehrheitsbeteiligung an Logistiker Ceva ins Visier

Der französische Schifffahrtskonzern CMA CGM strebt eine Mehrheitsübernahme des Schweizer Logistikkonzerns Ceva an. CMA CGM will Ceva als eigenständiges Unternehmen weiterführen.

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Der Ceva-Verwaltungsrat bezeichnete das Übernahmeangebot als finanziell angemessen und als faire Ausstiegsmöglichkeit für die Eigner. Quelle: dpa

Zürich, Paris Der französische Schifffahrtskonzern CMA CGM peilt eine Mehrheitsübernahme des Schweizer Logistikkonzerns Ceva an. Das Unternehmen sei „sehr zuversichtlich, am Ende einen Mehrheitsanteil zu besitzen“, erklärte die französische Firma am Montag. Zuvor hatte CMA CGM das erwartete Übernahmeangebot für Ceva zum Preis von 30 Franken je Aktie veröffentlicht. Es bewertet den Schweizer Konzern mit rund 1,66 Milliarden Franken.

Die tatsächliche Beteiligung liege aktuell bei 33 Prozent, erklärte der französische Konzern. Über diverse Vereinbarungen mit anderen Aktionären hat sich CMA CGM bereits 50,6 Prozent der Ceva-Anteile gesichert, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Dennoch wolle CMA CGM Ceva als eigenständiges Unternehmen weiterführen und die Börsennotiz erhalten – vorausgesetzt, eine ausreichende Anzahl von Ceva-Aktionären behält ihre Aktien.

Der Ceva-Verwaltungsrat bezeichnete das Übernahmeangebot als finanziell angemessen und als faire Ausstiegsmöglichkeit für die Eigner. Doch wenn sie investiert blieben und Ceva die vereinbarte strategische Partnerschaft mit CMA CGM umsetze, ergebe sich ein noch höherer Wert von 40 Franken. „Daher werden das Management und der Verwaltungsrat die Aktien nicht anbieten und den Aktionären auch nicht empfehlen, sie anzudienen“, sagte Verwaltungsratschef Rolf Watter.

Ins Rollen kam die Übernahme, weil die dänische Transportfirma DSV Ceva ins Visier genommen hatte. Dort stießen die Avancen der Dänen aber nicht auf Gegenliebe. Der französische Großaktionär kam Ceva zur Hilfe und erklärte, eine höhere Beteiligung ins Auge zu fassen, um Ceva die nötige Stabilität für den geplanten Firmenumbau zu geben.

DSV ist mittlerweile weitergezogen und bietet nun vier Milliarden Franken für den Schweizer Rivalen Panalpina.

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