Schlecker-Pleite Meike und Lars Schlecker fordern 70 Millionen Euro

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Der Zusammenbruch der Drogeriekette Schlecker hat auch empfindliche finanzielle Folgen für Meike und Lars Schlecker.

Wie es zum Schlecker-Untergang kam
Anton Schlecker Quelle: dpa
Lars und Meike Schlecker Quelle: dpa
Arndt Geiwitz Quelle: dapd
Trigema-Chef Wolfgang Grupp Quelle: dpa/dpaweb
Dirk Roßmann Quelle: dapd
Meike Schlecker Quelle: dapd
Geschlossene Schlecker-Filiale Quelle: dpa
FDP-Chef Philipp Rösler Quelle: dapd
Emirat Katar Quelle: dpa
Nicolas Berggruen Quelle: dpa

Der Zusammenbruch der Drogeriekette Schlecker hat auch empfindliche finanzielle Folgen für Meike und Lars Schlecker, berichtet die WirtschaftsWoche. Nach Recherchen des Magazins hat das Ehinger Logistikunternehmen LDG, das den Kindern von Unternehmensgründer Anton Schlecker privat gehört, ein Darlehen von insgesamt rund 70 Millionen Euro an den Drogeriekonzern vergeben. Damit zählen die Geschwister neben dem Kreditversicherer Euler Hermes und dem Einkaufsverbund Markant zu den Großgläubigern des Schlecker-Konzerns.

Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young hatten bereits in ihrem Testat für das Geschäftsjahr 2010 auf eine Darlehensforderung der LDG in Höhe von 50,73 Millionen Euro gegen Schlecker hingewiesen. Die Vermögens- und Finanzlage der LDG hänge „entscheidend von der Werthaltigkeit“ des Darlehens ab, warnten die Prüfer. Nach Informationen aus dem Umfeld des Unternehmens ist die Forderung im Jahr 2011 um weitere rund 20 Millionen Euro gestiegen.

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Da das Darlehen dem Vernehmen nach nicht an besondere Sicherheiten gebunden war, dürften die Schlecker-Kinder nach Abschluss des Insolvenzverfahrens nur die Gläubigerquote erhalten – und damit einen Bruchteil ihrer Forderungssumme von insgesamt rund 70 Millionen Euro. Offen ist zudem nicht nur die Zukunft der LDG, sondern auch der BDG Bau- und Dienstleistungsgesellschaft, bei der neben Lars und Meike auch Christa Schlecker zum Eigentümerkreis zählt. LDG und BDG hatten in der Vergangenheit nur einen zentralen Kunden: den Schlecker-Konzern. „Der Fortbestand der Gesellschaft hängt entscheidend von der der erfolgreichen Umsetzung des Restrukturierungsprogramms dieses Hauptkunden ab“, warnten die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young laut WirtschaftsWoche.

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