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Schwarz-Gruppe Lidl-Mutter will mehr Eis selbst herstellen - Übernahme in NRW

Die Schwarz-Gruppe baut ihre Produktionskapazitäten für Eiscreme deutlich aus. Die Übernahme einer Molkereigenossenschaft soll dabei helfen.

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Der Discounter will mehr Eiscreme selbst herstellen.

Der Handelsriese Schwarz, zu dem die Lebensmittelketten Lidl und Kaufland gehören, will deutlich mehr Eiscreme selbst herstellen. Die Unternehmensgruppe gab am Mittwoch die Übernahme des Eiswerkes in Waldfeucht-Haaren im Kreis Heinsberg mit 200 Mitarbeitern von der größten deutschen Molkereigenossenschaft DMK bekannt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Im selben Kreis nahe der Grenze von Nordrhein-Westfalen zu den Niederlanden produziert die Schwarz Gruppe bereits in einem Werk seit 2017 Eiscreme. Die in Übach-Palenberg von 340 Mitarbeitern „in einem der größten und modernsten Werke in Europa“ hergestellten Eisprodukte seien in den rund 11.800 Lidl-Filialen in ganz Europa zu finden.

„In den letzten Jahren konnten wir die Schwarz Produktion zu einem der führenden Lebensmittelhersteller in Deutschland entwickeln“, sagte Jörg Aldenkott, Vorstand des Unternehmens Schwarz Produktion. Mit dem Zukauf des bisher zu DMK gehörenden Werkes wolle man die steigende Nachfrage der Kunden schnell und effizient decken. Die Werksübernahme ist für Anfang des kommenden Jahres geplant. Wie DMK erklärte, erfolgt der Verkauf vorbehaltlich der Kartellprüfung.

Die Molkereigenossenschaft DMK gab zugleich bekannt, dass sie ihre Eisproduktion auf die beiden Standorte Everswinkel (ebenfalls NRW, Kreis Warendorf) und Prenzlau (Brandenburg, Landkreis Uckermark) konzentriert. In Everswinkel will DMK am bestehenden Standort die Produktionskapazitäten von derzeit rund 65 Millionen Liter Eis auf künftig 100 Millionen Liter Eis laut einer Mitteilung aufstocken.

Die im baden-württembergischen Neckarsulm beheimatete Schwarz Gruppe hat weltweit 429 000 Mitarbeiter, mehr als 12 100 Filialen und Fachmärkte in 30 Ländern. Sie erwirtschaftete nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 104,3 Milliarden Euro.

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