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Signa-KriseMehrere Kaufhof-Immobilienfirmen gehen in die Insolvenz

Neben Galeria Karstadt Kaufhof gehören auch zahlreiche Warenhausimmobilien, die an Galeria vermietet sind, zum Reich von René Benko und seiner Signa-Gruppe. Mehrere dieser Immobilienfirmen sind nun insolvent.Melanie Bergermann, Henryk Hielscher 05.01.2024 - 14:09 Uhr

In den vergangenen Wochen hatten bereits die Signa-Kerngesellschaften in Österreich Insolvenz angemeldet. Nun folgen Warenhausimmobilien in Deutschland, die von Galeria Karstadt Kaufhof genutzt werden.

Foto: dpa

Die Krise der österreichischen Signa-Gruppe hat nun auch Insolvenzanträge mehrerer Warenhausimmobiliengesellschaften in Deutschland ausgelöst. Informationen unserer Redaktion zufolge haben unter anderem die Kaufhof Aachen GmbH, die Kaufhof Heilbronn GmbH, die Kaufhof Mainz GmbH, die Kaufhof Nürnberg GmbH, die Kaufhof Würzburg GmbH sowie die Kaufhof Ulm GmbH Insolvenzanträge gestellt.

Das Amtsgericht Berlin Charlottenburg setzte jeweils den Juristen Torsten Martini, Partner der Wirtschaftskanzlei Görg, als vorläufigen Insolvenzverwalter ein. Das geht aus Gerichtsveröffentlichungen hervor. Zusätzlich wurden Insolvenzanträge für diverse weitere Signa-Immobiliengesellschaften mit Gebäuden in Berlin, Düsseldorf und Hamburg gestellt.

Zum weit verzweigten Signa-Reich des Tiroler Immobilien-Investors René Benko gehört unter anderem die Warenhausgruppe Galeria Karstadt Kaufhof. Daneben ist die Signa Prime Selection AG aber auch Eigentümerin zahlreicher Warenhausimmobilien, bei denen Galeria Mieterin ist. Diese wurden in unterschiedlichen Immobiliengesellschaften gebündelt.

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Die jüngsten Insolvenzanträge betreffen ausschließlich diese Immobiliengesellschaften. Inwieweit die Insolvenzverfahren auch Folgen für den Warenhausbetrieb und Mietzahlungen von Galeria haben könnten, blieb zunächst offen.

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Martini ist bereits bei zahlreichen deutschen Signa-Töchtern als vorläufiger Insolvenzverwalter im Einsatz. Darunter Immobilienprojektgesellschaften wie die „München, Alte Akademie Immobilien GmbH & Co. KG“, die „Hamburg, Flüggerhöfe Immobilien GmbH & Co. KG“ und die „Berlin, Schönhauser Allee 9 Immobilien GmbH & Co. KG“. 

In den vergangenen Wochen hatten bereits die Signa-Kerngesellschaften in Österreich Insolvenz angemeldet. Benkos Firmennetzwerk ist wegen hoher Schulden ins Wanken geraten. Diese ließen sich nach dem Ende des Immobilienbooms nicht mehr so einfach refinanzieren wie zuvor. Zuletzt hatte die Signa Holding angekündigt, sich von wichtigen Immobilien-Beteiligungen wie dem Chrysler Building in New York zu trennen. Auch Anteile an den Zeitungen „Kurier“ und „Kronen Zeitung“ werden zum Verkauf gestellt.

Lesen Sie auch: Was nach der Signa-Krise von Galeria übrig bleibt

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