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Signa Sports UnitedRené Benko trennt sich von unrentablen Tochterfirmen

Gesund durch Schrumpfen: Der Onlinehändler Signa Sport des Investors René Benko versucht über Teilverkäufe, wieder die Gewinne zu machen. Zuerst steht allerdings der Börsenrückzug an. 02.10.2023 - 18:18 Uhr

Das Berliner Unternehmen steckt aktuell in der Krise. Nun soll der Verkauf unrentabler Tochterfirmen und der Rückzug von der Börse helfen.

Foto: mauritius images / Timon Schneider / Alamy

Der Online-Sportartikelhändler Signa Sports United aus dem Imperium des österreichischen Investors René Benko kündigte am Montag einen Schrumpfkurs und die Schließung unrentabler Tochterfirmen an, um aus der Verlustzone zu kommen. Das Berliner Unternehmen will sich nach zwei Jahren außerdem von der New Yorker Börse zurückziehen.

Benko, in Deutschland vor allem als Eigentümer der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof bekannt, hatte Signa Sports 2021 durch die Verschmelzung mit einem leeren Börsenmantel (SPAC) an die Börse gebracht, damals zu einer Bewertung von 3,2 Milliarden Dollar.

Am Freitag hatten die Signa-Sports-Aktien mit 27 US-Cent geschlossen. Das Unternehmen wurde damit mit 107 Millionen Dollar bewertet. Am Montag stürzten die Aktien auf 20 Cent.

Verluste stiegen zuletzt an

Mit dem Emissionserlös hatte Signa Sports den britischen Fahrrad-Onlinehändler Wiggle gekauft, zum Unternehmen gehören Online-Marken wie Tennis-Point, Fahrrad.de, Campz und Outfitter. Benkos Signa Holding hält noch 48 Prozent der Anteile und hatte Ende Juni nochmals 150 Millionen Euro frisches Kapital zugesagt, das bis 2025 reichen sollte.

Immobilien-Imperium

Zahlt René Benko jetzt den Preis des Wachstums?

René Benko hat aus der Signa Gruppe in wenigen Jahren ein Immobilienimperium geformt – und er ging dabei große Risiken ein. In der aktuellen Krise wird man sehen, ob er sich übernommen hat oder nicht.

von Melanie Bergermann, Henryk Hielscher und Volker ter Haseborg

Im ersten Halbjahr 2023 war der operative Verlust (Ebitda) bei einem Umsatz von 441 Millionen Euro auf 97 (Vorjahr: 26) Millionen Euro angeschwollen. Das Unternehmen leide unter dem Überangebot am Markt und den hohen Lagerbeständen, die auf die Preise drückten, hieß es im Halbjahresbericht zur Begründung.

Je sechs Prozent liegen beim britischen Finanzinvestor Bridgepoint, dem ehemaligen Wiggle-Eigentümer, und der R+V Versicherung. Die Aktien sollen in drei Wochen von der Börse genommen werden. Die Börsennotiz lohne sich nicht mehr, hieß es in der Mitteilung.

Leiten soll die Sanierung Torsten Waack von Wasen, der zurzeit die Tochter Internetstores, einen Fahrrad- und Outdoor-Händler, führt und vorher für die Restrukturierungs-Berater Alvarez & Marsal und Alteri Investors gearbeitet hatte. Er soll Anfang 2024 Signa-Sports-Vorstandschef Stephan Zoll ablösen.

Lesen Sie auch: Die dubiosen Geschäftspraktiken des Immobilienkönigs René Benko

rtr
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