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Skandal um Möbelkonzern Steinhoff kann immer noch keine Bilanz vorlegen

Der Schriftzug «Steinhoff Möbel» Quelle: dpa

Der mutmaßliche Bilanzskandal um den Möbelkonzern Steinhoff dauert an. Eine Untersuchung von PwC soll die Vorwürfe klären. Unterdessen kann Steinhoff weiterhin keine Bilanz des zurückliegenden Geschäftsjahrs vorlegen.

Der südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern Steinhoff kann auch vier Monate nach Ende des Geschäftsjahres keine Bilanz vorlegen. Die Untersuchungen der Wirtschaftsprüfer von PwC zu „Bilanzunregelmäßigkeiten” dauerten an, erklärte das Unternehmen am Dienstag in Stellenbosch bei Kapstadt. Darüber habe Steinhoff auch die zuständige niederländische Finanzaufsicht informiert.

Die in Frankfurt und Johannesburg börsennotierte Holding Steinhoff International hat ihren juristischen Sitz in Amsterdam. Die Aktien würden trotz der fehlenden Geschäftszahlen weiterhin gehandelt. Vergangene Woche hatte Steinhoff einen Bericht zum operativen Geschäft der mehr als 40 Töchter („Trading Update”) für Ende Februar in Aussicht gestellt.

Der mutmaßliche Bilanzskandal hatte die Steinhoff-Aktien um bis zu 90 Prozent einbrechen lassen. Das machte auch die Banken nervös, die den aggressiven Expansionskurs der vergangenen Jahre finanziert hatten und einen Teil ihrer Kredite an Steinhoff bereits abgeschrieben haben. Vorstands- und Aufsichtsratschef traten zurück, die neue Führung versucht das Geschäft derzeit zu stabilisieren. Die Refinanzierung dürfte sich aber noch Monate hinziehen.

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