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Smartphone als Ohrenarzt Hörtest auf dem Weg ins Büro

In der Konferenz wieder nichts verstanden? Die Hersteller entdecken schwerhörige Manager als neue Klientel. Um die anzulocken, bieten sie Smartphoneprogramme an, mit denen sich das Gehör testen lässt.

Mann Quelle: Brian Jackson - Fotolia

Rund neun Millionen Deutsche leiden laut Schätzung des privaten Fritz-Beske-Instituts für Gesundheits-System-Forschung in Kiel unter Hörproblemen. Die meisten wollen das allerdings nicht zugeben, sondern fragen lieber – „Wie bitte? Was haben Sie gesagt?“. Nur gut drei Millionen dieser neun Millionen Menschen tragen deshalb ein Hörgerät – für die Hersteller ein Reservoir für milliardenschwere Geschäfte.

Um das auszuschöpfen, hat sich die Branche etwas Neues für ihre wohl zahlungskräftigste potenzielle Kundschaft einfallen lassen: schwerhörige Manager. Vom 13. Mai an bietet der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI), dem Hersteller wie Siemens angehören, deshalb eine App für das Smartphone an, die speziell auf Chefs zugeschnitten ist.

Das Miniprogramm für die auserwählte Kaste heißt Job Hör-Scan. Anhand von vier typischen Geräuschsituationen – Telefonkonferenz, Business Lunch, Messegespräch und Vortragsrunde – sollen besorgte Manager testen können: Liegt’s am Hörsinn oder am Zuhören? Nach jeder Situation gibt es Verständnisfragen und am Schluss eine Auswertung. Der Test läuft sowohl auf Mobilgeräten mit dem Betriebssystem Android als auch auf dem iPhone.

In Arbeit
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Der 13. Mai als Start des Hörtests speziell für Manager ist mit Bedacht gewählt. Denn am Tag drauf feiert die Branche ihren „Tag des Hörens“, den sie vor zwei Jahren zum ersten Mal veranstaltete. Wieder werben Hunderte Akustikergeschäfte für ihre kostenlosen Tests mit dem Slogan „Ich geHÖRE daZU“. Nichtmanager müssen dafür schon länger nicht mehr zum Akustiker gehen, sondern können Hörtests ebenfalls mithilfe von Apps wie „Safe Noise“, „Hearing Check“ absolvieren – und feststellen, wieso sie immer wieder etwas falsch verstehen.

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