Spielwaren Lego meldet Rekordumsatz und punktet bei Mädchen

Mehr als 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete Lego mit neuen Produkten: Insgesamt konnte das dänische Unternehmen diesen auf 3,1 Milliarden Euro steigern. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 25 Prozent.

Die Verkaufsschlager von Lego
LEGO Ninjago Spinner Wave 1 Artikel  (2011) Quelle: Pressebild
LEGO Star Wars 7929 Quelle: Pressebild
LEGO Technic Raupenbagger 8043 Quelle: Pressebild
LEGO® Technic Unimog 8110 Quelle: Pressebild
LEGO® Star Wars Battlepacks 7913 /7914 Quelle: Pressebild

Jorgen Vig Knudstorp ergeht es beim Blick auf die Bilanz der Lego Gruppe nicht anders als deutschen Eltern bei der Visite im Kinderzimmer: Es ist schon wieder mehr geworden.

Vervielfältigen sich die bunten Steine und gelben Spiel-Figürchen in den Spielstuben wie die Karnickel, so spiegelt sich die Plastikinvasion direkt auch in der Bilanz des Spielwarenherstellers aus Billund in Dänemark wieder: Auf 3,1 Milliarden Euro konnte Vorstandschef Knudstorp und seine Truppe den Umsatz mittlerweile steigern, in Euro gerechnet ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2,5 Milliarden Euro). Der Jahresüberschuss stieg dazu von 558 Millionen auf 754 Millionen Euro, die Umsatzrendite von 30 auf 34 Prozent.

Besonders erfreulich aus Sicht von Lego: Mehr als 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete der Klötzchen-Konzern mit neuen Produkten. Das erhöht jedoch zugleich den Druck auf die Entwickler in Billund. Denn liegen sie mit ihren Ideen und Projekten daneben und treffen den Geschmack ihres jungen Publikums nicht, bleiben die bunten Kartons in den Regalen liegen.

Lego auf einen Blick

2012, so scheint es, lagen die Lego-Macher jedoch goldrichtig: Vor allem die neu eingeführte Reihe Lego Friends schlug gut ein. Dies ist wichtig für die Dänen, weil sie bislang den Großteil ihres Geschäfts mit Jungen machten. Die Burschen stehen schon lange auf Lego Star Wars, die Kampfzwerge von Ninjago und auch das neue Lizenzthema mit den Gestalten aus dem Fantasy-Wälzer „Der Herr der Ringe“ hinterlässt seine Spuren in den Kinderzimmern.

Mit Lego Friends dagegen wendet sich der Spielzeug-Riese aus der Kleinstadt nach mehreren eher halbgaren Versuchen konsequent und nach mehreren Jahren des Testens und Probierens  wieder gezielt an Mädchen. Diesmal offenbar mit Erfolg: Nach Lego-Angaben war Friends im Absatz bereits die vierstärkste Produktlinie. Wie viel davon einem erhöhten Marketingbudget geschuldet sein mag und wie nachhaltig der Erfolg in den kommenden Jahren sein wird, muss sich indes noch erweisen. Immerhin kann sich CEO Knudstorp über den sehr guten Start freuen.

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