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Spielwaren Playmobil-Chef strebt mit Firmenkäufen „schnell kritische Masse“ an

Playmobil will sich mit Firmenübernahmen und Kooperationen für den Wettbewerb rüsten. Der Konzern müsse „schnell eine kritische Masse gewinnen“.

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Das Unternehmen hofft auf kräftigen Rückenwind von dem im August anlaufenden ersten „Playmobil“-Kinofilm. Quelle: dpa

Zirndorf Der Spielwarenkonzern Playmobil will sich mit Firmenübernahmen und Kooperationen für den weltweiten Wettbewerb rüsten. Ziel sei es, in wesentlichen Märkten auf eine relevante Größe zu kommen, sagte Konzernchef Steffen Höpfner dem Wirtschaftsmagazin „Capital“.

Die Wachstumsstrategie sei Teil des Umbaus, die der Chef der Playmobil-Mutterfirma Horst Brandstätter Holding verordnet hat. „Kooperationen, Joint Ventures, Übernahmen – wir öffnen uns für alles“, zitiert das Magazin den Firmenchef. Das Unternehmen müsse „schnell eine kritische Masse gewinnen“.

Der Konzern mit Sitz in Zirndorf (Landkreis Fürth) ist seit Brandstätters Tod im Jahr 2016 in Stiftungseigentum und stemmt sich derzeit gegen die schlechte Branchenlage. Nach Angaben eines Playmobil-Sprechers gelang dem Unternehmen im vergangenen Jahr im Spielzeugsegment nur ein geringes Wachstum. Im laufenden Geschäftsjahr legte Playmobil bisher lediglich um vier Prozent im Vergleich zu 2018 zu. Das Unternehmen hofft allerdings auf kräftigen Rückenwind von dem im August anlaufenden ersten „Playmobil“-Kinofilm.

Nach dem Tod Brandstätters will Höpfner den nach seinen Angaben größten Spielzeugfabrikanten der Welt zudem offener und attraktiver machen. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen nach Auseinandersetzungen mit Arbeitnehmervertretern immer wieder für Negativschlagzeilen gesorgt – zuletzt wegen eines Streits über einen Aufruf des Betriebsrates zu Hitzepausen im vergangenen Sommer. Der seit Monaten schwelende Streit soll am 30. Juli vor dem Arbeitsgericht Nürnberg fortgesetzt und möglicherweise entschieden werden.

Mehr: Hitzepausen-Streit bei Playmobil-Hersteller wieder vor Gericht: Unternehmen und Betriebsräte konnten sich nicht auf einen Vergleich einigen. Im Juli soll das Verfahren vor dem Arbeitsgericht nun fortgesetzt werden.

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