Sportartikel Neo soll Adidas eine Milliarde Umsatz bringen

Twitter, Facebook, iPhone – in seinen Neo-Modeshops verknüpft der Sportkonzern Adidas die reale Welt mit der digitalen.

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Brustbeinkurze, schwarze Kunstleder-Jäckchen, Skateboard fahrende Skelette auf T-Shirts und superenge, graue Jeans – Claire Midwood begutachtet den internen Testladen in Herzogenaurach.

Am Tag zuvor hatte das Team der Verantwortlichen für die Adidas-Marke Neo noch geprobt, wie schnell sich frisch angelieferte Ware auf Regale verteilen lässt. Jetzt ist alles wieder aufgeräumt, der Raum wirkt wie ein ganz normaler Mode-Shop.

Wäre da nicht dieser Spiegel. Auf den ersten Blick unscheinbar, verwischt er die Grenzen zwischen wirklicher und digitaler Welt.

Er zeigt, wie der Dax-Konzern soziale Netzwerke einspannt: Wer sich davor stellt, kann sein Spiegelbild mithilfe einer hinter der Scheibe installierten Kamera direkt ins Internet hochladen und so auf Facebook und beim Kurznachrichtendienst Twitter seine Freunde beim Anprobieren neuer Klamotten live um Rat fragen – je nach Traute auch als Video, unterlegt mit Musik.

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Dieser weltweit erstmals in einem Laden eingesetzte, vom Dresdner Unternehmen eKiosk entwickelte „Social Mirror“ ist einer der Magnete, mit denen Adidas eine von Riesen wie H&M und Zara umworbene Klientel in die Shops seiner Marke Neo locken will: Vor allem Mädchen zwischen 14 und 19 sollen auf den Mix aus schnell wechselnder Mode und Social Media fliegen, der alles darf – außer langweilen.

Der erste neue Neo-Laden eröffnet an diesem Donnerstag in Hamburg, weitere neun Shops in sieben deutschen Städten folgen.

Geht das Kalkül während des zwölfmonatigen Tests im Heimatmarkt auf, will Adidas auf breiter Front Neo-Stores eröffnen. „Bis 2015“, sagte Markenvorstand Erich Stamminger der WirtschaftsWoche, „rechnen wir für Neo mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro.“

Branchenexperten halten das für realistisch: „Mit Neo erschließt sich Adidas eine neue Zielgruppe, ohne die Hauptmarke zu verwässern“, lobt Analyst Christoph Schlienkamp vom Düsseldorfer Bankhaus Lampe.

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