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Sportartikel Warum Adidas Reebok behalten muss

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Reebok-Chef setzt auf Fitness-Trend


Ja, wo gucken Sie denn?
Sponsor Telekom zahlt für den Platz auf dem Bayern-Trikot jedes Jahr 30 Millionen Euro. Der BVB bekommt von Evonik 15 Millionen. Doch was haben die Sponsoren davon? Quelle: dpa
Studie Werbungswahrnehmung Quelle: S20/Deutsche Sporthochschule Köln
Horst Heldt im Interview aus Handout Quelle: S20/Deutsche Sporthochschule Köln
Bandenwerbung Schalke-Bremen aus dem Handout Quelle: S20/Deutsche Sporthochschule Köln
Im Durchschnitt wird ein Werbelogo beim Fußball 1,56 Sekunden pro Minute wahrgenommen. Das ist immerhin mehr als beim Handball: Hier schauen die Zuschauer pro Minute Sichtbarkeit nur 1,08 Sekunden hin. Quelle: S20/Deutsche Sporthochschule Köln
Am Besten schlägt sich aus Sicht der Sponsoren die Formel 1: Hier bekommen die Sponsorenlogos durchschnittlich 2,34 Sekunden Aufmerksamkeit pro Minute. Quelle: S20/Deutsche Sporthochschule Köln

Stattdessen setzt der im vergangenen Jahr neu eingesetzte Reebok-Chef Matt O'Toole voll auf das Thema Fitness. Laut Hainer bietet die Strategie erste Lichtblicke: Im vierten Quartal stiegen die Umsätze mit Fitness-Produkten. Andere kleinere Sport-Marken im Fitness-Segment wie der Yoga-Spezialist Lululemon bestätigen mit ihrem Wachstum Hainers und O'Tooles These, wonach diese Sparte des Sportmarktes in Zukunft spürbar großer werden dürfte.

CrossFit und viele andere kleine Fitness-Sportarten, in denen Reebok heute aktiv ist, mögen zwar niemals einen solchen Boom auslösen wie die Aerobic-Welle, die Reebok einst groß und zeitweise zur größten Sportmarke der Welt machte. Doch es steckt Potenzial in dem Thema, es wäre falsch und entspränge schlicht dem angesagten Reebok-Bashing, das Gegenteil zu behaupten.

Handel



Tatsächlich profitiert die Adidas-Gruppe in vielen Punkten vom US-Zukauf. In zahlreichen Märkten wie etwa dem Wachstumsmarkt Russland sind längst Adidas- und Reebok-Organisation verschmolzen, was Synergien ermöglicht. Verhandlungen mit Shoppingcenter-Betreibern laufen auch anders, wenn die Gruppe als Doppelinteressent für zwei Marken auftritt. Ähnliches gilt für die Beschaffung: Im vergangenen Jahr hat die Gruppe bei ihren Zulieferern 244 Millionen Paar Schuhe herstellen lassen.

Da machen die Millionen Reebok-Treter in Verhandlungen mit Sourcing-Riesen wie Yue Yuen schon etwas aus; gleiches gilt für Verhandlungen mit Handelsketten und Sportkaufhäusern. Unterm Strich daher Reebok schlicht als Fehlkauf zu verbuchen - ganz so einfach ist das nicht. Nicht zu vergessen, dass die Marke mit ihren knapp 1,7 Milliarden Euro Umsatz noch immer eine Größe hat, von der die allermeisten Player des Segments sehr weit entfernt sind.

Das alles heißt nicht, dass bei Reebok alles super läuft. Aber die Marke lohnt einen zweiten Blick statt des ewig-gleichen Schwarz-Weiß-Denkens.

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