Sportartikelhersteller Adidas verspricht nach Gewinneinbruch Besserung

Adidas verspricht nach dem Geschäftseinbruch im laufenden Jahr Besserung. 2015 soll der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen um sieben bis zehn Prozent steigen

Ein Reißverschluss mit dem Logo des Sportartikelherstellers «Adidas» an einer Trainingsjacke Quelle: dpa

Adidas will nach einem mauen Geschäftsjahr mit Problemen in Russland und in der Golf-Sparte wieder auf Wachstumskurs zurückkehren. "2015 werden wir mit all unseren Marken wachsen", kündigte Konzernchef Herbert Hainer am Donnerstag an. "Und dies, obwohl wir gegen den Vergleich mit dem WM-Jahr 2014 anlaufen und die Krise in der Ukraine unser Geschäft in Russland/GUS negativ beeinflusst". Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen soll 2015 um sieben bis zehn Prozent steigen. Damit soll das Ergebnis des Sportausrüsters stärker zulegen als der Umsatz, der währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich wachsen soll. Die bereinigte operative Marge soll zwischen 6,5 Prozent und 7,0 Prozent (2014: 6,6 Prozent) liegen.

Der Adidas-Konzern in Zahlen 2014

2014 hatten Probleme in Russland, im Golf-Geschäft sowie der mit Verlust behaftete Verkauf des Straßenschuh-Hersteller Rockport dem Sportausrüster das Geschäft verhagelt. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn brach um 38 Prozent auf 490 Millionen Euro ein. Der um Abschreibungen und Verkäufe bereinigte Konzerngewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderung fiel um 22 Prozent auf 642 Millionen Euro. Die Erlöse kletterten trotz der Fußball-Weltmeisterschaft lediglich um zwei Prozent auf 14,5 Milliarden Euro, belastet vom Wertverfall des Rubels und weiterer Währungen.

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In Russland, dem drittwichtigsten Markt des Sportausrüsters, leidet Adidas unter den Folgen der Ukraine-Krise. Weil der Rubel in den vergangenen Monaten dramatisch an Wert verloren hat und die Kauflaune der Verbraucher sinkt, hatte Adidas dort sein Expansionstempo gedrosselt und Abschreibungen auf den Firmenwert der russischen Tochter vornehmen müssen. Im Golf-Geschäft hatte der Dax-Konzern die Aussichten zu optimistisch eingeschätzt und war davon überrascht worden, dass die Amerikaner immer seltener die Schläger schwingen.

Die zuletzt arg gebeutelten Aktionäre will Hainer mit einer stabilen Dividende von 1,50 Euro je Aktie versöhnen. Zudem hatte Adidas im Herbst ein Aktienrückkaufprogramm gestartet und will bis Ende 2017 eigene Papiere für bis zu 1,5 Milliarden Euro erwerben. Die Titel legten im Handel bei Lang & Schwarz um 2,3 Prozent zu.

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