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Sportartikelhersteller Puma bekommt Staatskredit – Großteil von 900 Millionen Euro kommt von KfW

Nicht nur Adidas hat sich Hilfe gesichert. Auch Puma bekommt einen Kredit, um die Krise zu überbrücken. Beteiligt ist auch die staatliche KfW.

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Die Marke aus Herzogenaurach braucht einen Staatskredit. Quelle: dpa

Wie der größere Konkurrent Adidas braucht auch der fränkische Sportartikelkonzern Puma in der Coronakrise finanzielle Unterstützung vom Staat. Puma habe sich einen Kredit über 900 Millionen Euro gesichert, um die Zeit mit niedrigeren Umsätzen und Erlösen zu überbrücken, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mit.

Die staatliche Förderbank KfW übernimmt davon allein 625 Millionen Euro, der Rest kommt von einem Konsortium aus elf weiteren Banken. Im ersten Quartal ging der Umsatz um 1,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück, das operative Ergebnis brach aber bereits um die Hälfte auf 71,2 Millionen Euro ein.

Das zweite Quartal werde noch schlechter, hieß es in der Mitteilung. Puma erziele derzeit nur etwa 50 Prozent seiner normalen Einnahmen, weil noch mehr als die Hälfte der Sport- und Lifestyle-Läden wegen der Corona-Pandemie geschlossen seien.

Mitte April hatte sich bereits Konkurrent Adidas einen Staatskredit über 2,4 Milliarden Euro gesichert, damit der Turnschuh-Hersteller seine Mitarbeiter und Lieferanten auch in der Coronakrise noch bezahlen kann.

Alle bisher getroffenen Sparmaßnahmen reichten nicht aus, begründete Adidas-Chef Rorsted seine Entscheidung damals. So hat der Manager Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und das Gehalt der Führungskräfte gekürzt. „Darüber hinaus ist der Zugang zu zusätzlicher Liquidität notwendig, um diese Krise zu bewältigen“, betonte der Adidas-Chef.

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